Illegale Müllhalden ärgern Anwohner

Der Schnaittacher Bauhof ist keine Müllabfuhr

Ein Thema bei der Bürgerversammlung im Badsaal: Im Markt, unter anderem Am Erlanger, gibt es immer wieder wilde Müll- und Sperrmüllablagerungen, die auch Ratten anlocken. | Foto: Schuster2021/09/Mull-am-erlanger-schnaittach-foto-schuster.jpg

Schnaittach – Das Ortsbild des Marktes war bei der Bürgerversammlung für den Kernort Schnaittach ein wichtiges Thema. Rund 30 Schnaittacher und einige Markträte waren in den Badsaal gekommen.


Unter anderem ging es um illegale Müllablagerungen im Ort und ringsherum. Insbesondere die Sperrmüllablagerungen im Bereich des Spielplatzes Am Erlanger wurden von Bürgern angesprochen. Der Bauhof selbst ist nicht dazu da, den Müll wegzuräumen, so Bürgermeister Frank Pitterlein. Der Rathauschef appellierte an die Bewohner der Wohnblöcke, ihren Sperrmüll erst kurz vor der Abholung neben die Straße zu stellen.

Ratten sind ein Problem


Wenn der Müll ständig von den Bauhofmitarbeitern entfernt werde, entstünden nicht nur enorme Kosten, sondern es entstehe auch ein gewisser Gewöhnungseffekt. Gleichwohl erkennt die Gemeindeverwaltung aber auch das Rattenproblem in dem Wohngebiet südlich des Bürgerweihers.


Eine Bürgerin bemängelte, dass das Ausleihen von Büchern über das Internet nicht funktioniere. Pitterlein entgegnete, dass es wohl derzeit ein technisches Problem mit dem Betreiber in München gebe.

Planungen für Bahnhofsgebäude schreiten voran


Wie schon bei der zweiten Bürgerversammlung wurde nachgefragt, wie der Sachstand beim Bahnhofsgebäude ist, das sich nicht im Besitz des Marktes befindet. Der Bürgermeister erklärte die Schwierigkeiten dazu, ergänzte aber, dass die Planungen weiter fortschreiten. Ein Baubeginn im nächsten Frühjahr sei eventuell möglich.


Ein Bürger, der östlich der Bahnlinie wohnt, fragte nach, wie es im Markt mit der Alarmierung bei Katastrophenwarnungen für die Bevölkerung abläuft. Pitterlein verwies auf die Katastrophenschutzbehörde im Landkreis.

Haidlinger Straße verursacht hohe Kosten


Eine weitere Nachfrage gab es zu den hohen Planungskosten bei der Sanierung der Haidlinger Straße in Osternohe. Seit Planungsbeginn sei eine lange Zeit verstrichen, der zeitgemäße Ausbau mit einem Fußweg müsse entlang der Straße erfolgen, so der Rathauschef.


Weiter wurde nach Planungen für Photovoltaikanlagen gefragt. Laut Pitterlein habe das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) teilweise eine bremsende Wirkung bei Anlagen auf Mietwohnungen.


Da der Bürgermeister selbst mehrmals auf lange Planungszeit verwies, fragte derselbe Bürger, ob Prozessschritte zwischen Landratsamt und Gemeinde parallel bearbeitet werden können. Die Planungshoheit und die Bearbeitung obliegen alleine dem Landratsamt, aber natürlich stimme man sich in vielen Fällen telefonisch oder per E-Mail ab, so der Bürgermeister.
Bevor die Bürger ihre Anliegen äußern konnten, hatte er unter anderem über den Haushalt gesprochen. Die Einnahmen seien wegen Corona nicht gut planbar und durch aktuelle Preisentwicklungen werde manches deutlich teurer als zunächst geplant.


Vorhaben wurden verschoben


Die geringe Neuverschuldung resultiere insbesondere durch das Verschieben von Projekten. Der Beginn der Sanierung des Siechenhauses sei für Dezember vorgesehen. Dort werden acht Wohnungen entstehen.
Weitere Themen im Vortrag von Pitterlein waren der Bau von Photovoltaik-Anlagen, die der Landwirtschaft Flächen entziehen, oder die Fertigstellung der Grundschulturnhalle. Er dankte den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen für ihre Unterstützung und die geleistete Arbeit auch in schwierigen Zeiten.

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