Nur Fußgänger und Radfahrer können das Bauwerk zwischen Rückersdorf und Röthenbach benutzen

Pegnitzbrücke ist noch bis November Baustelle

Die Bauarbeiten sind schon in vollem Gange – nur Radfahrer und Fußgänger können die Brücke zwischen Röthenbach und Rückersdorf in den kommenden Monaten benutzen. Für Autofahrer bedeutet das einen fast sieben Kilometer langen Umweg. | Foto: Brinek2019/06/brucke-ruckersdorf-rothenbach-bri-bausteller.jpg

Röthenbach/Rückersdorf. Die rund 100 Meter lange Brücke über die Pegnitz zwischen Rückersdorf und Röthenbach wird voraussichtlich bis in den November dieses Jahres hinein saniert. So lange müssen sich Autofahrer auf einen langen Umweg einstellen.

Die im dreijährigen Turnus erfolgte Überprüfung des Bauwerks aus den 70er-Jahren hatte ergeben, dass die Gehwege und die Fahrbahn reparaturbedürftig sind (die Pegnitz-Zeitung berichtete). Schuld daran ist wohl Streusalz, das korrosiv wirkt und dafür sorgt, dass Wasser besser in den Asphalt eindringen kann.

Das Tragwerk der Brücke sei hingegen noch „weitestgehend“ in Ordnung, heißt es vom zuständigen Staatlichen Bauamt aus Nürnberg.

Ein Restrisiko bleibt

Sollte man jedoch nach dem Entfernen der genannten Bauteile Betonschäden feststellen, werden diese ebenfalls repariert. Insofern besteht ein gewisses Restrisiko, dass sich die Bauzeit auch über November hinaus verlängern könnte.

Das Abstemmen und Entfernen der Aufbauten ist bereits in vollem Gange. Die Brücke ist für den Autoverkehr gesperrt, für Fußgänger und Radfahrer besteht jedoch die Möglichkeit, das Bauwerk während der kommenden Monate über einen gesicherten Weg zu benutzen.

Das Staatliche Bauamt hat sich in Absprache mit der Stadt Röthenbach und der Gemeinde Rückersdorf entschlossen, den Radweg auf der von Rückersdorf aus gesehen rechten Seite zu verbreitern. Durch eine leichte Fahrbahnverengung und indem das Geländer nach außen gezogen wird, ergibt sich ein Rad- und Fußweg von 3,05 Metern bei gleichbleibender Brückenbreite.

Kosten: knapp eine Million Euro

Die Baukosten betragen rund 990 000 Euro. Es werden gut 100 Kubikmeter Beton ausgetauscht, 200 Meter Randsteine versetzt, 24 Tonnen Baustahl verarbeitet und gut 200 Meter Brückengeländer montiert. Bauleiter Reinhard Feuchten ist zuversichtlich, dass zumindest der Autoverkehr Ende November wieder fließen kann.

Die offizielle Umleitung führt über die B 14 nach Lauf auf die Nürnberger Straße und von dort über die Brücke West und die Röthenbacher Straße nach Röthenbach beziehungsweise umgekehrt. Das ist eine Strecke von fast sieben Kilometern. „Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis“, sagt Andreas Eisgruber, Leiter der Straßenbauabteilung des Staatlichen Bauamts.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek