Bauerndemo

„Wir machen euch satt“

In Kolonnen fuhren die Bauern auch durch Hersbruck. | Foto: HZ2020/01/redwebDSC-0715.jpg

HERSBRUCK – Gestern trafen sich rund 100 Landwirte aus dem Nürnberger Land und dem angrenzenden Landkreis Amberg-Sulzbach am Sammelpunkt in Schwaig mit ihren landwirtschaftlichen Mitstreitern. Von dort aus wollten sie ihre Demonstrationsfahrt nach Nürnberg gemeinsam fortzusetzen.

Begleitet von Hupen und blinkenden Warnleuchten kamen sie aus allen Richtungen und ihr Weg führte sie auch geradewegs an der HZ-Redaktion in Hersbruck vorbei. Auch Günther Felßner, Kreisobmann des Bauernverbands im Nürnberg Land, war dabei. Noch am Treffpunkt in Schwaig berichtete er: „Die Stimmung ist gelöst, trotz frustrierender Thematik. Es ist wirklich bewegend, als Gemeinschaft Richtung Nürnberg zu fahren und die vielen ermutigenden Reaktionen zu erleben. Viele Passanten stehen am Straßenrand und zeigen uns den Daumen hoch.“

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In der Fahrkolonne seien viele Jungbauern vertreten, auch einige Hersbrucker hätten den Weg zum Treffpunkt gefunden. Rundum positiv bewertete er die Zusammenarbeit mit der Polizei: „Es gab keine Auseinandersetzungen, wir konnten schon seit Beginn der Planungen harmonisch miteinander kooperieren und der Verlauf der Demos war durchgehend friedlich.“ Rund eine halbe Stunde später brachen die Schlepper auf. Nächster Halt: der Nürnberger Volksfestplatz.

Mit im Gepäck: jede Menge Frust, Existenzängste, aber auch Hoffnung und Ziele. „Wir fordern ein Umdenken in Politik und Gesellschaft. Wir sind nicht der Sündenbock für alles, was schief läuft. Es darf keine politischen Entscheidungen mehr über unsere Existenz geben, ohne wissenschaftlich fundiert zu sein. Die Politik kann es sich nicht leisten, über unsere Zukunft zu entscheiden, nur geleitet von Halbwissen und Stimmungen“, so Felßner. Auf die Rede von Ministerpräsidenten Markus Söder war er besonders gespannt. Der hatte sich kurzfristig angekündigt.

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