Neunkirchener Krippenweg braucht Helfer

NEUNKIRCHEN (sem/mz) – Der Neunkirchener Krippenweg findet statt. Die Vorstandschaft des Heimatvereins hat dies bereits vor einiger Zeit mehrheitlich beschlossen.

Wie Vorsitzender Franz Semlinger gegenüber der PZ sagt, habe eine Absage auch nie ernsthaft zur Debatte gestanden. Die 13. Auflage wird am Freitag vor dem ersten Advent eröffnet. Und auch im nächsten Jahr soll es auf jeden Fall eine Fortsetzung geben. Aktuell sucht der Verein Helfer.

Wie berichtet, hatte der Heimatverein sich mehrfach beklagt, von der Gemeinde zu wenig unterstützt zu werden und daraufhin einige freiwillige Projekte eingestellt, zum Beispiel die ehrenamtliche Pflege des Archäologischen Wanderwegs in Speikern.

Wie Semlinger jetzt betonte habe es zwar im Verein deutliche Stimmen gegeben, auch den Krippenweg sein zu lassen. Nachdem man aber eine Weile abgewartet habe und über die Jahre «schon zuviel Zeit, Geld und Liebe investiert» hat, habe sich die Vorstandschaft mehrheitlich dafür entschieden, ihn «trotzdem zu machen».

Der Gemeinderat hatte den Heimatverein – wie berichtet – wie alle anderen Vereine auf die Haushaltsberatungen für 2010 vertröstet. Dann werde je nach finanzieller Situation über Fördergelder entschieden.

Auf jeden Fall laufen beim Heimat- und Geschichtsverein gegenwärtigmächtig die Vorbereitungen für die diesjährige Großveranstaltung mit zirka 50 Krippenstationen verteilt über den gesamten Ort.

Nach dem Abbau des letztjährigen Weges gab es für den Verein nur eine kurze Pause, dann begann er mit den Vorarbeiten. So wird ein weiteres mobiles großes Haus gebaut, um an besonders geeigneten Plätzen interessante Weihnachtskrippen ausstellen zu können.

Die bereits vorhandenen neun Häuser wurden mit Steckdosen ausgestattet, um von dort die Lichterkette und die Christbäume anschließen zu können. Alle Elektroleitungen wurden auf Funktionstüchtigkeit überprüft.

Ein Drittel des Vereinsdepots im Röttenbachgrund dient der Aufbewahrung der Krippenutensilien. In den Sommerferien wurden Moos, Wurzeln und Sträucher als Dekoration gesammelt.

Hintergründe für die Krippenszenen wurden neu gemalt und die vorhandenen ausgebessert. Im Fundus liegen Bilder der fränkischen und alpenländischen Landschaft, die Wüste ist ebenso zu finden wie die Landschaft des Fichtelgebirges. Doch auch die nähere Umgebung ist bildlich festgehalten: es gibt das Tucherschloss Simmelsdorf, Neunkirchen mit den Sehenswürdigkeiten oder Neunkirchen bei Nacht.

Neue Weihnachtskrippen wurden und werden gebastelt, zirka 20 unterschiedlicher Art wurden dem Verein geschenkt. Außerdem haben bereits mehrere auswärtige Besucher sich bereit erklärt, Krippen für 2009 zur Verfügung zu stellen.

Eine Leistung für sich ist es, die eigene Vorgabe zu erfüllen, jedes Jahr mindestens ein Drittel neue Krippen zu zeigen, um immer wieder die Besucher nach Neunkirchen zu locken.

Doch auch auswärts wird viel für den Krippenweg geworben: 12000 farbige Flyer liegen in den Museen, Rathäusern und Schulen auf, dazu werben 250 Farbplakate.

Einen Teil der Kosten deckt der Verein durch Spenden von Besuchern der Magadalenenkapelle, zum anderen unterstützt die Sparkasse die Neunkirchener Attraktion, auch die örtlichen Geschäfte tragen mit Inseraten zum Gelingen bei.

Kosten von 5000 Euro

Die jährlichen Kosten beziffert der Verein auf 5000 Euro. Außerdem werden mehr als 50 Christbäume (Fichten und Kiefern) gebraucht. Gesucht werden auch noch Helfer für den Aufbau und zur Kontrolle des Weges. Willkommen sind auch Krippenfreunde, die bereit sind, Führungen zu übernehmen. Kontakt: Tel. 09123/75640.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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