Nach den Herbstferien

Maskenpflicht auch für Grundschüler

Symbolfoto | Foto: Netter2020/11/fdsdsfdfsfds.jpg

NÜRNBERGER LAND — Ab Montag müssen auch die Grundschüler im Nürnberger Land während des Unterrichts eine Maske tragen, wie bereits die Schüler der anderen Jahrgangsstufen. Zudem werden die ersten Schulen im Landkreis nach den Herbstferien wohl in den teilweisen Distanzunterricht wechseln. Und auch für Kitas und Horte gibt es Änderungen.

Hinweis: Die im Text genannten Neuregelungen – bis auf die Maskenpflicht – gelten nicht automatisch an allen Schulen, Kitas oder Horten. Laut Landratsamt informiert die jeweilige Einrichtung die betroffenen Eltern zum Ende der Herbstferien selbst.

Die Sonderregelung des Landkreises für Grundschüler war vor den Herbstferien ausgelaufen, sie wurde nicht verlängert. Die Staatsregierung hat die Hürden für solche Ausnahmen mit der neuen, seit Montag geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung deutlich höher gelegt. Landkreise oder kreisfreie Städte brauchen eine Genehmigung der Bezirksregierung – und die gibt es nur noch „in begründeten Einzelfällen“ und „soweit dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist“.

Nur bei „ungewöhnlich niedrigen Infektionszahlen“, so das Laufer Landratsamt, hätten die Grundschüler am Platz weiterhin auf Masken verzichten können. Doch täglich würden aus dem Landkreis mehr Fälle gemeldet, „wie anderswo auch“. In den vergangenen zehn Tagen seien jeden Tag rund 20 Neuinfektionen berichtet worden, gestern und heute gab es der Behörde zufolge sogar rund 40.

„Für die Kinder, besonders für die Brillenträger unter ihnen, ist die Maske eine Strapaze und sehr unangenehm, keine Frage“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Hanspeter Kubin, „aber derzeit eine nötige Anstrengung“. Eltern hatten in den vergangenen Wochen vor dem Landratsamt gegen eine Maskenpflicht protestiert. Nach Behördenangaben gab es aber auch gegenteilige Meinungsäußerungen.

Präsenzunterricht so lange wie möglich

Für die Grundschüler in der 1. bis 4. Jahrgangsstufe, für die fünften Klassen in Mittel- und Realschulen und die Abschlussklassen, also 9., 10.und 12. Jahrgangsstufe soll der Präsenzunterricht vorerst und so lange wie möglich unter Wahrung der Abstandsregeln aufrechterhalten werden.

„Ziel ist, besonders die Jüngeren nicht mit den Herausforderungen des Home-Schoolings zu konfrontieren und die Betreuungssituation für die Eltern nicht zu verschärfen beziehungsweise gerade die Abschlussklasse so gut wie möglich zu beschulen und vorzubereiten“, so das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Erste Schulen wechseln bereits

Wenn der Präsenzunterricht an einer Schule nicht mehr möglich sein sollte, weil beispielsweise Lehrpersonen in Quarantäne müssen oder die Räume es nicht hergeben, kann diese Schule nach Absprache mit dem Schulamt zum Unterricht in geteilten Gruppen wechseln. Dann sollen sich die Gruppen tage- oder wochenweise abwechseln. Das heißt: Es ist gut möglich, dass sich noch diese Woche Schulen bei den Eltern melden, um ihnen mitzuteilen, dass die Klasse ihres Kindes in den Distanzunterricht wechselt.

Warnstufe 3 für Kitas und Horte

„Die Ausbreitung des Virusmacht auch vor Horten und Kitas nicht Halt“, so die Behörde. Deswegen stellt das Gesundheitsamt für diese Einrichtungen nun die Warnstufe 3 fest – nicht zuverwechseln mit der inzwischen nicht mehr gültigen roten Ampelstufe.

Dadurch gelten ab dem 9. November neue Regeln: Um die Gruppengröße zu reduzieren, können Gruppen geteilt werden. Kinder und Erzieher werden einer Gruppe fest zugeteilt und sollen anschließend keinen Kontakt mehr mit den anderen Gruppen haben, damit im Zweifelsfall nur eine Gruppe von einem Krankheitsfall betroffen ist. Kitas und Horte sollen auch mit den Schulen in Kontakt treten, damit in der Betreuung dort keine Personen miteinander in Kontakt kommen, die in der Schule mit viel Aufwand auseinandergehalten wurden. Es ist außerdem möglich, dass manche Einrichtungen wegen der personellen Lage ihr Öffnungszeiten reduzieren müssen, worauf die Eltern sich vorsichtshalber jetzt schon einstellen.

Sollte sich die Infektionssituation sich noch weiter verschärfen, können die Kitas eventuell, wie im Frühjahr, nur noch die Kinder von Eltern aus der „kritischen Infrastruktur oder aus gefährdeten familiären Verhältnissen betreuen“. Die Mitarbeiter sind angehalten, auch im Außenbereich Masken zu tragen. Eltern sind verpflichtet, auf dem gesamten Gelände der Kindertageseinrichtung eine Maske zu benutzen.

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