Dieperdorfer Kindergarten wird neu gebaut

„Rappelkiste“ bleibt am Standort und wird doch ganz neu

DIEPERSDORF (bu) — Der Diepersdorfer Kindergarten „Rappelkiste“ wird an seinem jetzigen Standort in der Haimendorfer Straße neu gebaut. Das hat der Leinburger Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen. Ein möglicher Umzug in die Wartberger Straße ist damit vom Tisch.

Über 50 Jahre ist der Kindergarten alt, der unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde steht. Das Gebäude entspricht nicht mehr modernen Anforderungen, die gemütlichen, aber verwinkelten Räume machen den Arbeitsalltag schwierig, und außerdem fehlt der Platz für eine Krippengruppe. Dass hier etwas passieren muss, war schon länger klar, zur Diskussion standen jedoch drei Varianten: Teilabbruch mit Sanierung beziehungsweise Komplettabbruch mit Neubau am jetzigen Standort oder aber ein Neubau an der Wartberger Straße, direkt neben der Schule.

Dazu erarbeitete das Planungsbüro Fischer aus Feucht eine Standortanalyse, und die „harten Faktoren“ sprachen eigentlich für einen Neubau an der Wartberger Straße, wie Architektin Barbara Macher in der Sitzung am Montag ausführte. Das Grundstück an der Wartberger Straße wäre mit 3650 Quadratmetern rund 1000 Quadratmeter größer als das in der Haimendorfer Straße, der Kindergarten könnte Einrichtungen der benachbarten Schule mit nutzen, das Grundstück ist ebenerdig (im Gegensatz zur Hanglage am jetzigen Standort) und vor allem ergäben sich während der Bauzeit keinerlei Einschränkungen für den Kindergartenbetrieb.

Trotzdem entschied sich der Gemeinderat nach einer intensiven Diskussion am Ende mehrheitlich (zwölf Ja-Stimmen inklusive Bürgermeister Lang) für einen Neubau in der Haimendorfer Straße. Vor allem weil, wie unter anderen FW-Sprecher Günther Kuhn argumentierte, man das „Filet-Grundstück“ in der Ortsmitte aufsparen möchte, das der politischen Gemeinde gehört, um sich hier Möglichkeiten offen zu halten. Und auch, weil das Kindergartenpersonal gern am jetzigen Standort bleiben will.

Die Arbeiten werden wohl frühestens 2017 starten. Dann wird zuerst das Gemeindezentrum mit dem charakteristischen Turm abgebrochen. Auf dieser Fläche entsteht danach der erste Teil des Kindergarten-Neubaus. Sobald dieser genutzt werden kann, wird der Altbau abgerissen und die Arbeiten am zweiten Teil des Neubaus können beginnen. Einziehen sollen drei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Die Kosten belaufen sich nach ersten, allerdings ganz groben, Schätzungen auf etwa zwei Millionen Euro. Die Prognosen lagen für alle drei Varianten etwa im gleichen Bereich.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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