Pläne für eine Fußgänger-Ampel

Endlich Aufatmen in Unterhaidelbach?

Die Kreuzung in Unterhaidelbach, von Leinburg kommend fotografiert. An dieser Stelle könnte eine Ampel die Überquerung für Fußgänger sicherer machen. Foto: Kappes2015/06/unterhaidelbachkreuzungvonleinburgaus_New_1433942101.jpg

UNTERHAIDELBACH – Nach Jahren des Protestes der Unterhaidelbacher Bürger könnte sich in Sachen „gefährliche Kreuzung an der Staatsstraße“ etwas bewegen. Pläne für eine Ampel nehmen konkrete Formen an.

Immer wieder hatten die Unterhaidelbacher moniert, dass die den Ort durchschneidende Staatsstraße zu gefährlichen Situationen führt. Dreispurig verläuft hier die Straße, die auch von Schulkinder gekreuzt werden muss. Vertreter der Gemeinde, des Landratsamts, des Staatlichen Bauamts, der Polizei und Anwohner scheinen sich nun auf einen Entwurf geeinigt zu haben, der die Situation deutlich entschärft. Die Kreuzung könnte für Fußgänger durch eine Ampel sicherer gemacht werden. Eine Kontaktschleife im Boden soll zudem Sorge tragen, dass auch Traktoren aus den Ortszufahrten sicher auf die Kreuzung gelangen.

Der Wermutstropfen dabei: Die zwei Bushaltebuchten müssten in den Ortskern, genauer zum „Im Ziegenfeld“ wandern. Drei der 42 täglichen Fahrten würden aus organisatorischen Gründen entfallen. Für Ampel und Busbuchten an der Staatsstraße fehlt der Grund. Dem Freistaat gehören lediglich 68 Quadratmeter entlang der Kreuzung. Die seit Jahrzehnten bestehenden Bushaltestellen nehmen bereits jetzt wesentlich mehr Platz ein. Der Anwohner, dem der Grund gehört, möchte nicht noch mehr Grund an den Freistaat verkaufen. Wenn also eine Ampel an der Kreuzung entstehen soll, müssen die Bushaltestellen weichen.

Ein Kompromiss, zu dem sowohl die Gemeinde als auch das Staatliche Bauamt, das Landratsamt und die Polizei bereit sind. „Das Wichtigste ist es, dass die Kinder sicher über die Fahrbahn kommen“, sagte Bürgermeister Joachim Lang im Gespräch mit unserer Zeitung. Er ist zuversichtlich, dass mit dem Bau einer Ampel auch die Beleuchtung – bisher findet sich an der Kreuzung lediglich eine Laterne – aufgestockt werden kann.

Der Plan muss nun noch von allen zuständigen Stellen, unter anderem dem Gemeinderat, offiziell abgesegnet werden. Dann kann das Staatliche Bauamt mit den technischen Planungen, anschließend mit der Ausschreibung beginnen und Gelder im Haushalt einstellen. Frühestens im Sommer 2016 kann mit den Bauarbeiten begonnen werden, heißt es aus dem Staatlichen Bauamt.

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