Wohnen im Caritas-Haus in Lauf

Auf diesem Eckgrundstück der Christoph-Treu-Straße (rechts) und der Georg-Scherber-Straße (links) in Lauf wollen Caritas und Joseph-Stiftung im nächsten Jahr ihr Wohnprojekt «In der Heimat wohnen» verwirklichen.      Foto: Fischer
Auf diesem Eckgrundstück der Christoph-Treu-Straße (rechts) und der Georg-Scherber-Straße (links) in Lauf wollen Caritas und Joseph-Stiftung im nächsten Jahr ihr Wohnprojekt «In der Heimat wohnen» verwirklichen. Foto: Fischer2009/11/20091119_caritashauschristophtreu_big.jpg
LAUF - Die Caritas im Nürnberger Land plant auch in Lauf links ein altengerechtes Wohnmodell. Zusammen mit dem katholischen Wohnungsbauunternehmen Joseph-Stiftung soll 2010 an der Ecke Georg-Scherber-Straße/Christoph-Treu-Straße unter dem Begriff «In der Heimat wohnen» ein Mietwohnprojekt entstehen. Ähnlich des von der Caritas in Hersbruck errichteten Sebastian Fackelmann-Hauses (wir berichteten) sollen auch in Lauf alte Menschen und Junge, Behinderte, Alleinstehende oder Paare in die Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen einziehen. Im Haus soll es ein öffentlich zugängliches Wohncafe und eine Beratungsstelle geben. Nach repräsentativen Umfragen, so schreibt die Caritas in einer Pressemeldung, möchten immer mehr Menschen in ihrer vertrauten Umgebung älter werden. Sie wünschen sich eine Wohnumgebung, in der sie soziales Miteinander erfahren, professionell pflegerisch versorgt werden und dennoch selbstbestimmt leben können. Die Perspektive Altenheim wird von vielen kritisch gesehen, weil der Tagesrhythmus hier von anderen vorgegeben wird. Alternative Wohnmodelle, die den Wunsch nach einer hohen Lebensqualität verwirklichen, seien deshalb das gemeinsame Ziel von Caritas und Stadt Lauf, wie Geschäftsführer Michael Groß und Bürgermeister Benedikt Bisping beim offiziellen Start des Projektes feststellten. In Zusammenarbeit mit der Stadt Lauf wurde im Stadtteil Lauf/links bereits Informationsmaterial verteilt. Darin sind Beispiele für Unterstützungsmöglichkeiten und individuelle Lösungen aufgeführt. Interessenten an dem Wohnprojekt können sich bereits jetzt beim Caritasverband im Landkreis Nürnberger Land vormerken lassen. Ansprechpartnerin ist Franziska Grashey, Telefon 09123/962680. Das Miteinander von unterschiedlichen Bewohnergruppen sei ausdrücklich gewünscht und Teil des Konzeptes, so die Caritas. «So können die Bewohner nicht nur von den diversen Fachdiensten der Caritas betreut werden, sondern eine gegenseitige Unterstützung im täglichen Leben erfahren.» Dennoch seien die Mieter von «In der Heimat wohnen» nicht zu irgendetwas verpflichtet. Sie unterschreiben lediglich einen gewöhnlichen Mietvertrag. Dass bei einsetzender Pflegebedürftigkeit oder anderweitigem sozialem Betreuungsbedarf eine fachgerechte und ausreichende Versorgung sichergestellt wird, dafür sorgen die Fachkräfte der Caritas, die die Mieter, aber auch interessierte Anwohner im Wohnviertel schon über die verschiedensten Hilfemöglichkeiten informieren. Letztlich geht es darum, für jeden Menschen ein maßgeschneidertes Hilfenetz aus professionellen Dienstleistungen und ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe zu knüpfen. «So können die Menschen möglichst lange mit der nötigen Unterstützung und Sicherheit in der vertrauten Wohnumgebung leben», sagt Michael Groß.
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