Kreistag entscheidet am Montag

Laufer Gymnasium will Fortsetzung der Pooltests

Alle Laufer Gymnasiasten wurden bisher im Laufer PCR-Poolingtestlabor getestet. Die Schule möchte, dass das so bleibt. | Foto: Kirchmayer/PZ-Archiv2021/10/Corona-Testlabor-Laufer-Krankenhaus-Laura-Grebenstein-kir-scaled.jpg

Lauf – Alle Schüler des Laufer CJT-Gymnasiums wurden bisher durch PCR-Pooling auf das Coronavirus getestet – im Laufer PCR-Labor und auf Kosten des Landkreises. Damit soll nun Schluss sein, Tests werden bis Jahresende nur noch für die 5. und 6. Klasse bezahlt (wir berichteten). Dagegen regt sich an der Schule nun Widerstand.


Sowohl Schulleiter Wolf Kraus als auch Tatjana Mecklenburg, Mitglied des Elternbeirats und Vorsitzende der Landeselternvereinigung der bayerischen Gymnasien, haben sich schriftlich an Landrat Armin Kroder und den Kreistag gewandt. Sie fordern, dass der Landkreis weiterhin für PCR-Pooltests bis einschließlich der 12. Klassen aufkommt.


Kraus und Mecklenburg argumentieren, dass die PCR-Pooltests des Laufer Labors nicht nur Infektionen schneller erkennen als Antigen-Schnelltests, sondern dass eine Trennung zwischen 5. und 6. Klassen und den anderen Stufen auch einen organisatorischen Mehraufwand für die Schule bedeutet.


Das CJT war bisher die einzige kreiseigene Schule, bei der von der 5. bis zur 12. Klasse per PCR-Pooling auf Kosten des Kreises getestet wurde. Einen Beschluss dafür hatte es von der Kreispolitik bisher nicht gegeben.

Kein exklusives Angebot für das Laufer CJT-Gymnasium


Im Kreisausschuss am 4. Oktober wurde über das Thema intensiv diskutiert. Betont wurde, dass das Angebot exklusiv für das CJT-Gymnasium nicht gemacht werden kann. Es müsste dann im Sinne der Gleichbehandlung auch bei den anderen drei Gymnasien im Landkreis, den vier Realschulen sowie der staatlichen FOS in Lauf gelten.


Eine Förderung seitens des Freistaats gibt es für weiterführende Schulen nicht, die Kosten für die Tests müsste der Landkreis also komplett selbst übernehmen. Auch weil die genaue finanzielle Belastung unklar ist, einigte sich der Kreisausschuss darauf, dass PCR-Poolingtests mindestens bis Jahresende nur für 5. und 6. Klassen bezahlt werden. In Anspruch nehmen kann das jede kreiseigene Schule.


Die Kosten für PCR-Pooling-Tests an den höheren Klassenstufen könnte auch die Stadt übernehmen, hatte Landrat Armin Kroder in der Ausschusssitzung vorgeschlagen.


Das Thema steht am Montag auf der Tagesordnung des Kreistages. Ein Beschluss für kostenlose PCR-Pooltests an allen kreiseigenen Schulen inklusive der Oberstufe wäre eine handfeste Überraschung. Die öffentliche Sitzung findet um 14 Uhr in der Röthenbacher Karl-Diehl-Halle statt.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren