Hämmernkirchweih und Brunnenfest in Lauf

Ein Fest-Sonntag wie aus dem Bilderbuch

Die Band "Let them jam" in der Burggasse kam beim Publikum des Brunnenfests gut an. | Foto: Schuster2016/09/brunnenfest-band-let-them-jam.jpg

LAUF (bu/us) — Die kurzen Röcke und Hosen wurden zum vielleicht letzten Mal in diesem Jahr ausgeführt und an den Eisdielen standen die Menschen Schlange: Einen Festsonntag wie aus dem Bilderbuch hat Lauf gestern erlebt. Zumindest was die Besucherresonanz angeht, hat sich die Zusammenlegung von verkaufsoffenem Brunnenfestsonntag und Hämmernkirchweih bewährt.

Die Menschen flanierten zwischen Marktplatz und Altdorfer Straße, die Plätze in den Cafés und auf den eigens aufgestellten Biertischgarnituren waren überall schnell besetzt. Höhepunkt gestern war natürlich das Schauspiel des „Rußigen Aidt“, bei dem die „Rußigen“, die früher in den Laufer Hammerwerken arbeiteten, schwörten, die Stadt zu verteidigen. Begleitet wurde das Spektakel vom TSV-Spielmannszug „Das Original“, den Fanfarenbläsern sowie von der historischen Bürgerwehr Artillerie aus Wolkersdorf und den Schönberger Böllerschützen. In der Rolle des Stadtschreibers war zum letzten Mal der geschäftsführende Beamte der Stadt Lauf, Udo Taubmann, zu sehen, der sich demnächst in den Ruhestand verabschiedet.

Wie immer wurde den Rußigen (dargestellt von Mitgliedern von Wasserwacht, THW und Feuerwehr) dabei eingebläut, „gewärtig und gehörsam“ zu sein, und sich „von übermäßigem Trinken und Weiberei“ fern zu halten.

Die Besucher dagegen durften sich im Anschluss einen Schoppen Wein oder eine Halbe genehmigen und der Musik der verschiedenen Bands und Liedermachter beim „Straßenmusiker-Festival“ lauschen, die quer durch die ganze Altstadt spielten.

In einem ersten „Blitz-Fazit“ zeigte sich Jürgen Oriold, der Vorsitzende der Laufer Werbegemeinschaft, zufrieden mit dem Besucherzustrom. „Natürlich lädt das Wetter eher zum Schauen als zum Winterstiefel kaufen ein“, meinte er. Ob Hämmernkirchweih und Brunnenfest auch weiterhin am selben Wochenende stattfinden, will man in Gesprächen in den nächsten Tagen ausloten. Bürgermeister Bisping jedenfalls, der sich im Vorfeld für eine Zusammenlegung stark gemacht hatte, erlebte nach eigenen Worten in den Laufer Geschäften gestern viele positive Rückmeldungen.

Begonnen hatte die Hämmernkirchweih auf der linken Pegnitzseite bereits am frühen Samstagmorgen mit dem Flohmarkt. Wer einen guten Platz als Verkäufer auf dem Trempelmarkt erhaschen wollte, musste früh aufstehen. Überall wurde gezockt und gehandelt, was das Zeug hält.

Während der Trödelhandel noch gut lief, begann der „Sternmarsch“ mit den Musikgruppen, organisiert vom Musikförderverein. Die Marching Band des TSV Lauf machte den Anfang. Unter Drummajor Daniela Hengl-Beck, die erst seit Juni dieses Amt inne hat, schritt die Band zum Schlossplatz. Es folgten die Aktiven vom Musikverein Lauf und der Spielmannszug der Laufer Schulen. Als letztes marschierte der Laufer Spielmannszug „Das Original“ vom Marktplatz herunter zur Bühne, wo es Standkonzerte gab.

Der „Abteilungsleiter Musik“ des TSV Lauf und Cheforganisator der Hämmernkirchweih, Karl-Heinz Böhmer, bedankte sich während des Bieranstichs bei allen Mitwirkenden.

Zur Bildergalerie vom Brunnenfest und der Hämmernkirchweih geht es hier.
Die Bildergalerie zum Hämmernlauf finden Sie hier.


2016/09/pz-125392_Brunnenfestmenschenueberblick1.jpg

„Mensch Meier, ist da heut´ viel los“: So formulierte es ein Besucher auf dem oberen Marktplatz, wo die Besucher flanierten.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren