Das Schubkarrenrennen ist der Abschluss der Rückersdorfer Kirchweih

Kirwamadla fahren im Blumenkarren

Als Höhepunkt des Schubkarrenrennens gilt die letzte Runde, in der die Schubkarrenführer nicht drei Hölzchen, sondern ein Kirwamadla möglichst schnell ins Ziel schieben. Die Madla sind zwar schwerer als Hölzchen, aber sie fallen wenigstens nicht durch die Latten. | Foto: Gerda Jahn2019/07/Ruckersdorf-Schubkarrenrennen-2-Jahn-2019.jpg

RÜCKERSDORF — In der Region einzigartig, hat das Rückersdorfer Wettrennen mit den alten Holzschubkarren längst Kultstatus erreicht. Heimatmuseumsleiter Georg Berger hat die alten Transportmittel gesammelt und sein ältester Karren stammt wohl aus dem Jahr 1926.

Bei dem Wettbewerb geht es darum, mit dem historischen Gefährt möglichst schnell den Rundkurs vom Start Schmidtbauernhof die Schlossgasse hinauf durch den Museumshof und wieder zurück, zu bewältigen. Kein leichtes Unterfangen, denn außer Muskelkraft ist auch Ausdauer und viel Geschick gefordert.

Gilt es doch für jeden Starter nicht nur der Schnellste zu sein, sondern auch die drei aufgelegten Rundhölzer sicher ins Ziel zu bringen. Was nicht gerade einfach ist, denn sobald einer dieser Holzstäbe herunter kullert, musst der Fahrer anhalten, ihn einsammeln und darf erst dann weiterfahren.

Hunderte Zuschauer standen Spalier

Ein Festzug, gestartet vom Rückersdorfer Parkplatz „Bürgersaal“ über die Hauptstraße bis zur Schlossgasse, präsentierte den Schaulustigen die Teilnehmer des Spektakels. Angeführt mit Musik vom Spielmannszug „Das Original“ aus Lauf, der Gemeindeprominenz und dem Verein für Deutsche Schäferhunde, boten die 21 blumengeschmückten Schubkarren ein prächtiges Bild.

Mit den Kärwakids und den feschen Kärwamadla und -boum endete der Umzug, den die vom alten Tucherschloss bis zum Schmidtbauernhof Spalier stehenden Zuschauer mit viel Applaus begrüßten. Vereinskartellvorsitzender Johannes Ballas fungierte als Moderator und lobte in seinem Willkommensgruß besonders als „gute Seele“ seine Stellvertreterin Jutta Härtl und die Kärwaboum: „Alle haben wieder einen großen Teil zum Gelingen der Kärwa beigetragen.“

Boum schieben Madla ins Ziel

Nach der Begrüßung durch Co-Moderator Olli Hirsch, der vom Geschehen aus dem Museumshof berichtete, gab es für die Fahrer der örtlichen Vereine, Handwerksbetriebe und Parteien kein Halten mehr. In drei Vorläufen starteten zuerst die Herren, dann die Kärwakids, danach die Damen gefolgt vom Endlauf der Herren. Und als besondere Gaudi noch die Kärwaboum mit ihren Madla auf dem Holzgefährt.

Wer kurz vor dem Ziel als letztes Hindernis das Durchlaufen des Slalomparcours einwandfrei schaffte, hatte gewonnen.
Zum Abschluss bekamen Gerlinde Weise vom Gesangverein und Luca Kintzel vom TSV Rückersdorf Theaterabteilung den Wanderpokal von Johannes Ballas überreicht.

N-Land G. Jahn
G. Jahn