Vorstellung in der Gemeinderatssitzung

Kirchensittenbach: Pläne für Hort

„Stimmiges Konzept“: Mit seinen 290 Quadratmetern soll der Erweiterungsbau zum Kirchensittenbacher Hort (hier die Ansicht von Westen) in zwei Gruppenräumen Platz für 50 Kinder bieten. Repro: Atelier 132016/07/7269884.jpeg

KIRCHENSITTENBACH – Ein eingeschossiger Bau am Hang oberhalb der bestehenden Grundschule soll künftig die Hortkinder in Kirchensittenbach beherbergen. Die Architekten Norbert und Katja Thiel vom Atelier 13 stellten in der Gemeinderatssitzung die ersten Pläne vor.

Für 50 Kinder soll der Hort demnach künftig ausgelegt sein. Derzeit sind es bereits über 30 Kinder, die die Einrichtung in der Schule besuchen. Der Platz reicht hinten und vorne nicht mehr aus. So soll bis zum Schuljahrsbeginn 2017/18 das neue Gebäude fertiggestellt sein. Es soll sich harmonisch in das bestehende Ensemble aus Schule und Turnhalle einfügen, weshalb die Architekten den eingeschossigen Bau mit Satteldach favorisieren. 290 Quadratmeter wird das Gebäude inklusive eines zehn Meter langen Verbindungsgangs zum Schulgebäude umfassen.

Zwei Gruppenräume
Im Erweiterungsbau sind zwei Gruppenräume, ein Spielbereich, ein Büro, eine kleine Küche, eine Vorratskammer, ein Abstellraum, ein WC für die Mitarbeiter sowie ein behindertengerechtes WC vorgesehen. Der Bau kann nicht direkt an die Schule angebaut werden, sonst würde er unter anderem den Klassenräumen Licht wegnehmen. Norbert Thiel hält einen Mindestabstand von zehn Metern für erforderlich. Der Hort soll einen eigenen behindertengerechten Eingang erhalten sowie einige Pkw-Stellflächen, damit Eltern ihre Kinder abholen können.

Über einen Verbindungsgang, der allerdings wegen des vorhandenen Gefälles Treppen beinhalten wird, soll der Erweiterungsbau mit der Schule verbunden werden. Dort befindet sich der bisherige Gruppenraum für den Hort, der ebenso weiter genutzt werden soll wie die Toiletten in der Schule. Beheizt werden kann der Erweiterungsbau über die Hackschnitzelheizung der Schule. Einige Gemeinderäte lobten das stimmige Konzept der Architekten. Eine Abstimmung wird allerdings erst in der nächsten Sitzung erfolgen, weil der Plan nochmals mit den Verantwortlichen vom Landratsamt abgesprochen werden müsse.

Keine Kreditaufnahme
Norbert Thiel drängte darauf, dass bis spätestens Dezember die Ausschreibung erfolgen sollte, damit der Bau bis zum Herbst nächsten Jahres steht. Von Seiten des Kämmerers wurde bereits signalisiert, dass für den Erweiterungsbau die Finanzen gesichert seien und dafür keine Kreditaufnahme erforderlich sein werde, zumal es ja auch Zuschüsse gibt.

Auch im Baugebiet „Vorderer Anger“ in Unterkrumbach gehen die Planungen voran. Ingenieur Frank Hergenröder stellte den Gemeinderäten die Erschließungspläne vor. So soll durch den Ausbau einer fünf Meter breiten Straße mit Mehrzweckstreifen eine Art Ringstraße entstehen, an die bereits bebaute Grundstücke angrenzen, sowie vier neue gemeindliche Bauplätze und zwei private. In die Straße werden ein Schmutzwasser- und Regenwasserkanal verlegt sowie alle Versorgungsleitungen. Etwas Kopfzerbrechen bereitet noch die vorhandene Wasserleitung, die vom Hochbehälter kommend quer durch das neue Baugebiet verläuft. Diese müsste verlegt werden auf die Straße, sprich auf öffentlichen Grund.

Gerhard Bock (CSU) regte an, ob nicht gleich die gesamte Wasserleitung erneuert werden sollte. „Sie ist ja nicht mehr die jüngste.“ Hinzu kommt, dass jedes Haus eine Druckerhöhungsanlage fürs Wasser bräuchte, weil der Druck vom Hochbehälter wegen des zu geringen Gefälles nicht ausreiche.

Die Gemeinde will den Sachverhalt auch wegen der Kosten noch einmal eingehend überprüfen, bevor die Ausführungsplanung und die Ausschreibung beginnen können.

N-Land Elke Bodendörfer
Elke Bodendörfer