Altstadtfestwirte ziehen positive Bilanz

Rundum gelungene „Freiluft-Sause“

HERSBRUCK – „Die Bilanz fällt sehr positiv aus, alle sind zufrieden.“ Die Freude über ein gelungenes Altstadtfestwochenende ist Jürgen Wild, dem Vorsitzenden des Altstadtfestvereins, im Gespräch mit der HZ förmlich anzuhören. Auch Stadt und Polizei ziehen ein durchweg erfreuliches Fazit, sprechen von einer friedlichen und entspannten Feier unter freiem Himmel.

Als „rundum gelungen, mit einer großen Vielfalt an Musik und kulinarischen Genüssen“ bezeichnete Bürgerbüroleiter Christof Rothkegel das Altstadtfest. Der positive Trend der vergangenen Jahre habe sich bei der 39. Auflage der zur Tausendjahrfeier Hersbrucks im Jahr 1976 erstmals veranstalteten „Freiluft-Sause“ gefestigt. Das Altstadtfest bleibe ein „starkes Zugpferd im Jahreskalender der Stadt“, so Rothkegel. Allen Wirten und Anbietern gebühre dafür ein großes Lob.

Worte, die wohl nicht nur Jürgen Wild freuen. Die er allerdings am Wochenende auch schon zigfach gehört hat – von begeisterten Besuchern wie von zufriedenen Wirten. „Ich habe viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Wild, „die Leute haben vor allem die Vielfalt an Essen, Trinken und in punkto Musikangebot gelobt.“ Die sei heuer beispielsweise durch den Stand der alevitischen Gemeinde am Spital oder den Cittaslow-Aktionstag im Hof des Amtsgerichts sogar noch größer geworden.
„Die Kollegen haben mir alle gesagt, dass sie zufrieden waren“, verriet der umtriebige Vorsitzende des Altstadtfestvereins der HZ – auch „wenn ich persönlich den Eindruck habe, dass am Sonntag etwas weniger Gäste gekommen sind als im vergangenen Jahr“.

Viele Besucher des Altstadtfestes (hier ein Blick in die Martin-Luther-Straße) lobten das große und abwechslungsreiche Angebot an Speisen, Getränken und Musik. | Foto: M. Scholz2017/08/8311850.jpeg

Gefreut haben sich die Verantwortlichen über den reibungslosen Ablauf des Festes. So hätten die Besucher die Öffnungszeiten heuer „wohl sogar verinnerlicht“ (Wild) und sich nach Ausschankschluss in aller Ruhe auf den Heimweg gemacht, haben Wild und sein „Vize“ Roland Winkler bemerkt. „Das freut vor allem die Anwohner“, lobt Wild die Disziplin der vielen tausend Festgäste aus Nah und Fern.

Gelobt wurde von den Besuchern auch das heuer nochmals verfeinerte Sicherheitskonzept, bei dem Polizei, Stadt, Veranstalter, Rettungskräfte und das von den Festwirten engagierte Securitypersonal Hand in Hand gearbeitet haben. Zur (noch) besseren und schnelleren Koordination unter-
einander trugen dabei die von der Hersbrucker Feuerwehr zur Verfügung gestellten Digitalfunkgeräte und ein eigens eingerichteter „Sonderkanal“ bei, so Wild.

„Das Sicherheitskonzept ist aufgegangen“, bestätigt auch Christof Rothkegel, Ergebnis war eine „ruhige und friedliche Feier in den Straßen unserer Stadt“. Dem pflichtet auch Klaus Bald bei, der stellvertretende Leiter der Hersbrucker Polizeiinspektion. Seine Beamten wurden wie schon in den vergangenen Jahren lediglich zu einer Handvoll kleinerer Schlägereien gerufen – zumeist weil die Beteiligten vorher zu tief ins Glas geschaut hatten (siehe auch „Polizeibericht“ rechts).

Und noch über ein anderes Detail freute sich Jürgen Wild: Weil das Rote Kreuz seine Basis heuer erstmals nicht im Posthof hatte, sondern „mitten drin im Fest“, im Rathaus, gab es heuer sogar ein barrierefrei anzusteuerndes Behinderten-WC. „Die Helfer vom Roten Kreuz haben für Menschen im Rollstuhl oder mit anderen Einschränkungen kurzerhand den Hintereingang mit der Rampe geöffnet“, sagt Wild. „Das war für mich ein Highlight, auf das ich seit langem hingearbeitet habe.“ Bislang scheiterte dies an den Kosten – sei ein mobiles Behinderten-WC doch „sauteuer“, sagt Jürgen Wild.

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