HZ-Umfrage zum Fußballgroßereignis

Kann die EM kommen?

Sophia, Sonja Weid, Oliver Poeschel und Niklas (v. links), der mit dem Sticker von Mario Gomez seine Nationalmannschaftssammlung komplett gemacht hat, freuen sich auf die EM. Foto: A. Pitsch2016/06/7196739.jpeg

HERSBRUCKER SCHWEIZ (sc/ ap) – Nur noch wenige Stunden und der Ball rollt wieder: Am Abend startet die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, an der erstmals 24 Teams teilnehmen. Das verspricht viele spannende Partien – nicht nur für ausgesprochene Fans des runden Leders. Doch wie bereiten diese sich auf das Großereignis vor? Wo wird mitgefiebert? Und was machen Fußball-Muffel in den nächsten vier Wochen?

Konrad Scheidig (86), Apotheker aus Hersbruck: „Seit meiner Kindheit begeistert mich Fußball, früher habe ich sogar selbst gespielt. Als junger Mensch war ich auch noch mehr dabei, hatte Trikot und Wimpel am Wagen. Aber die Begegnungen schaue ich auf alle Fälle an, entweder daheim oder in der Apotheke. Der Spielplan liegt am Schreibtisch und da gucke ich dann rein, wenn es losgeht. Natürlich denke ich, dass die Deutschen die EM gewinnen, also ich hoffe es halt.“

Andreas Raum (33), Bademeister in Hersbruck aus Lauf: „Sport interessiert mich als Schwimmer schon, daher schaue ich die EM auch, aber nicht jedes Spiel und nur, wenn es mir in den Kram passt. Wenn alle anderen vorm Fernseher sitzen, arbeite ich oder erledige andere Dinge. Langweilig wird mir sicher nicht. Aber ich werde sicher merken, dass EM ist, denn dann kommen zum Beispiel zum Salsa-Tanzen weniger Leute. Und wenn dort dann noch Fußball übertragen wird, das würde mich echt stören.“

Andreas Schimpfhauser (29), Lehrer aus Hersbruck: „Ich freu mich auf die EM mit allem Drum und Dran wie Tippspielen oder so. Da kann man jeden Abend Fußball schauen, mal beim Public Viewing, mal mit Freunden oder alleine daheim. Dort bekommt man halt mehr vom Spiel mit als draußen. Public Viewing ist aber geil wegen der Stimmung, wenn alle mitfiebern. Da zieh ich dann auch mein Deutschlandtrikot an und wenn wir Europameister werden, würde ich sogar beim Autokorso in Hersbruck mitfahren. Die Chancen dafür stehen schon ganz gut, das Team hat ja eine gute, wenn auch diskutierbare Mischung.“

Vanessa Karlen (17) und Eva Kreuzer (17), Schülerinnen in Hersbruck: „Wir interessieren uns schon für Fußball und werden auch die wichtigsten Spiele anschauen. Wo genau wissen wir noch nicht, sicher aber auch mal beim Public Viewing. In Sachen EM-Outfit sind wir jedenfalls vorbereitet. Wir haben noch eine Blumenkette, ein Top in Deutschland-Farben und einen Spiegelüberzug fürs Auto. So können wir die Deutschen gut anfeuern, die weiterkommen werden, vielleicht sogar ins Finale.“

Oliver Poeschel (45), Sonja Weid (39), Niklas (7) und Sophia (9), Brauereifamilie aus Hersbruck: „Eigentlich starten wir total unvorbereitet in die EM. Nur Niklas hat ein Deutschland-Trikot und hat fleißig die Sticker mit den Spielern der Nationalelf gesammelt. Deko brauchen wir nicht, wir sind mit dem Herzen dabei und drücken den Deutschen die Daumen. Unseren Tagesplan werden wir nicht nach der EM richten, aber die Spiele der Deutschen schauen wir an, auch mal beim Public Viewing. Und wenn wir ins Finale kommen, dürfen die Kinder länger aufbleiben. Halbfinale sollte drin sein, zum Rest gehört einfach Glück.“

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