Neue Drehleiter

Fahrzeugweihe bei der Feuerwehr Hersbruck

Das Bild zeigt die Schlüsselübergabe von Bürgermeister Robert Ilg an den Kommandanten Armin Steinbauer im Kreis der drei Stammfahrer auf der Drehleiter sowie von Landrat Kroder, Norbert Dünkel, den beidem Pfarrern, Gerätewart und Vorsitzenden der Feuerwehr Hersbruck. | Foto: FF Hersbruck2021/04/image0.jpeg

HERSBRUCK – Kaum war sie angeliefert worden, wurde sie schon im Einsatz gebraucht: die neue Drehleiter der Feuerwehr Hersbruck.

Wie gut, dass die Fahrer- und Korbmaschinisten sich in zahlreichen Schulungs- und Einweisungsstunden durch die drei im Werk ausgebildeten Fahrer in und um Hersbruck bereits mit dem Neuling bei der Wehr vertraut machen konnten, wie die Hersbrucker Feuerwehr in einer Pressemeldung schreibt. Einige Bürger konnten dabei die neue Drehleiter in Aktion sehen. Nach nur zehn Stunden Standzeit in der Halle an der Ostbahnstraße musste das Gerät zudem bereits zur Rettung einer schwergewichtigen Person eingesetzt werden.

Korb für Quartett

Bei dem Ersatz für die knapp 20 Jahre alte DLK 23/12 CC n.B. handelt es sich um eine Drehleiter ML 32 in der Ausführung „niedere Bauart“ mit anthrazitfarbigem, vierteiligem Leiterpark mit 30 Meter Steighöhe. Das oberste Teil der Leiter ist mit einer fest verlegten Schlauchleitung ausgestattet und in zwei Segmente aufgeteilt. Damit kann der vordere Teil mitsamt Rettungskorb mit einer Tragfähigkeit von bis zu 400 Kilogramm oder vier Personen nach rund 3,7 Metern in einem Neigungswinkel bis 75 Grad abgeschwenkt werden, erklärt die Wehr die Details.

Dies ermöglicht die zusätzliche Erreichbarkeit von Dachgiebeln oder Unterflurpunkten unterhalb des Fahrzeuggestells. Der neue Rettungskorb hat damit eine wesentlich höhere Tragkraft für Personenrettungen sowie Material, das für den jeweiligen Einsatz benötigt wird. Außerdem ist der Korbsteuerstand mittig für doppelte und erleichterte Einstiege ausgestattet. Links und rechts im Korb sind zwei identische Multifunktionssäulen für Krankentragen- und Korbtragenlagerung sowie Aufnahme eines Strömungslüfters oder eines Wasserwerfers mit Schlauchabgang für den Korb installiert. Der Rettungskorb ist zudem mit verschiedenen Anschlagpunkten zur Selbstsicherung oder Personenrettung und zwei identischen Selbstsicherungssystemen für die Einsatzkräfte ausgestattet.

Tonnenweise Kraft

Zur variablen Abstützung des 320 PS Fahrgestells von Iveco-Magirus von nur 2,5 bis maximal 5,2 Meter Stützbreite gibt es Kamerasysteme an den Stützen, im Leiterpark sowie am Rettungskorb. Außerdem gibt es eine mehrfache Computerunterstützung, Schwingungsdämpfer und darüber hinaus einen möglichen weiteren „kleinen Kranbetrieb“ mit bis zu 3,5 Tonnen zusätzlicher Hubkraft. Ein separater Unterfahrschutz am Heck mit einer Verkehrsabsicherung sorgt darüber hinaus für höchste Sicherheit im Einsatz sowohl für Einsatzkräfte als auch andere Verkehrsteilnehmer.

Die bekannte alte DLK 23/12 CC leistete seit August 2001 am Standort Hersbruck sowie im Umland etwa 39 000 Kilometer des Fahrgestells und rund 990 Betriebsstunden des Leiterparks. In den knapp 20 Dienstjahren war das jetzt ersetzte Fahrzeug bei unzähligen Personenrettungen, Brandeinsätzen sowie technischen Hilfeleistungen im Lösch- und Rüstzug der Feuerwehr Hersbruck im Einsatz. Gesucht wird nun eine Feuerwehr oder jemand anderes, der das gerät für Arbeiten in luftiger Höhe brauchen kann. Interessenten können sich mit Kaufangeboten gerne an die Feuerwehr Hersbruck wenden.

Erst Segen, dann Schlüssel

Im Rahmen des kleinen Festakts wurde die neue Drehleiter nach Grußworten von Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg, Landrat Armin Kroder, Landtagsabgeordnetem Norbert Dünkel und Kreisbrandrat Norbert Thiel durch die beiden Pfarrer Wunibald Forster und Thomas Lichteneber gesegnet. Anschließend wurde sie offiziell an die Kommandanten Armin Steinbauer und Maximilian Fabinger stellvertretend für die zahlreichen Kameraden übergeben.

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