Abschlussfeier Mittelschule Hersbruck

Schüler sagten „zehnfach Danke“

Annette Dünzkofer (links oben) und die Klassleiter durften an rund 80 Neunt- und Zehntklässler der Grete-Schickedanz-Mittelschule die Abschlusszeugnisse verleihen. | Foto: J. Ruppert2018/07/GSMS1.jpeg

HERSBRUCK – Mit Umarmungen, langem Händeschütteln oder einem strahlenden Lächeln haben sich die Neunt- und Zehntklässler der Grete-Schickedanz-Mittelschule bei ihren Lehrern für die Abschlusszeugnisse bedankt. „Ihr habt eines der ersten großen Lebensziele erreicht“, gratulierte Hersbrucks zweiter Bürgermeister Peter Uschalt. Rektorin Annette Dünzkofer schenkte allen Entlassschülern eine Sonnenblume.

Die Trommelgruppe von Christine Richter sorgte traditionell für einen rhythmischen und effektvollen Auftakt der Feier. Ein Höhepunkt war der Einmarsch der Absolventen zum Song „Allez“ in die geschmückte Dreifachturnhalle unter dem Beifall des Publikums. Da die Hersbrucker Mittelschule etliche umliegende Täler umfasst, waren auch die Bürgermeister Klaus Albrecht, Jörg Fritsch und Markus Gleißenberg gekommen.

Augenzwinkernd beschrieb Annette Dünzkofer ihre Schützlinge und den Schulalltag in Form eines ABC. So bezeichnete sie unter C das Clo als den kommunikativsten Raum der Bildungsstätte, bei F fiel ihr der Feueralarm als bestes Fach ein und das I stand für die Intelligenz, den meist zu wenig genutzten Teil in den Jugendlichen. Besonderes Schmunzeln bei den Zuhörern gab es beim Y: Yeti – altertümliches sagenumwobenes Wesen, gleichbedeutend mit Lehrer über 50. Mit Z wie Zufallsprinzip beschrieb die Rektorin zeitsparendes Lernen.

Moment des Innehaltens

Im letzten Jahr musste die Schulfamilie den Tod einer Zehntklässlerin verkraften. Mit einem Moment des Innehaltens gedachte Annette Dünzkofer der Verstorbenen. „Ich wünsche mir, dass ihr die Nächstenliebe mitnehmt. Achtet auf einen wertschätzenden Umgang mit euren Mitmenschen, egal welchen Alters, welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, welcher Nationalität“, gab die Rektorin ihren Schützlingen mit auf den Lebensweg.

Die Schulzeit war nicht immer ein Ponyhof, sagten Felix Hippe und André Weigelt aus der Neunten. Aufgelockert wurde der Lernalltag, als ein Lehrer Vater wurde und Söckchen fürs Baby bekam. Dafür erzählte der dann Geschichten vom Kite-Surfen. „Vergessen Sie nicht, wir sind das Ergebnis Ihrer Erziehung“, sagte das Duo den Pädagogen abschließend.

Das gute Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern spiegelte die Rede von Hanna Odörfer aus der 10 b wider. „Ohne Sie hätten wir das nur halb so gut verkraftet. Ein Danke reicht nicht, deshalb ein zehnfaches Danke!“, sagte sie ihrem Klassleiter Konrektor Stefan Schütz. Ebenfalls Dank sprach Emre Kurt den Paukern aus: für Kraft, Geduld, Ausdauer, Hartnäckigkeit und Strenge.

Freundschaftlich-familiäres Miteinander

Peter Uschalt lobte das freundschaftlich-familiäre Miteinander an der Grete-Schickedanz-Mittelschule, das nicht nur unterschwellig zu spüren war. Er brach zudem eine Lanze für eine handwerkliche Ausbildung der Jugendlichen. „Die Firmen sind ausgebucht, es ist der richtige Weg, Geld zu verdienen, und ihr werdet zu wesentlichen Stützen der Gesellschaft“, sagte er und bekam dafür Sonderapplaus. „Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen“, äußerte sich Elternbeiratsvorsitzende Diana Zimmermann ganz ähnlich.

Markus Ertl, Sophie Christa, Alexandra Hammerbacher und Stefan Schütz überreichten auf der Bühne die Zeugnisse an die Entlassschüler. Die Rektorin, Thomas Godek von der Barmer und Paul Naeter (Raiffeisenbank) zeichneten Felix Hippe und Valentin Meister aus der 9 a, Sophie Lämmermann und Svenja Vogel (9 b), Eileen Rögner und Lucas Gerstacker von der 10 a, Anna-Lena Gerhardt und Johanna Volk (beide 10 b) als Klassenbeste aus. Ehrungen für soziale Verdienste erhielten Tim Zimmermann, Svenja Zimmermann, Anna Katharina Mahnert, Michael Kriegelmeier, Sophie Lämmermann, Eren Balkesen und Florian Wolf.

Annette Dünzkofers Handschrift als Rektorin zeigte sich bei der musikalischen Umrahmung. Neben der Trommelklasse trat die Schulband mit wechselnden Sängern auf und spielte aktuelle Hits. Gänsehautfeeling bescheinigte Peter Uschalt dem Duo Sarah und Niklas für die Interpretation von „Say something“. Sarah Sellnau und ihre Duettpartnerin sorgten für einen fetzigen Schlussakkord mit „Sweet home Alabama“.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert