Baubeginn für Blockheizkraftwerk

Bagger rollt auf Bürgerbräu-Areal

Die Vorarbeiten für die Heizzentrale laufen. Im späten Frühjahr soll sie laufen und unter anderem auch den ersten Wohnblock auf dem Schickedanz-Areal (Kräne im Hintergrund auf der Baustelle) mit versorgen. | Foto: M. Scholz2017/10/8507406.jpg

HERSBRUCK – Baubeginn für das neue Wärmekraftwerk auf dem Gelände der Bürgerbräu, von dem aus ab nächstem Frühjahr neben der Brauerei auch das Schickedanz-Areal, die Sparkasse, Rathaus und Stadthaus mit Wärme versorgt werden. Gespräche mit weiteren Interessenten laufen. Die Hewa GmbH als Bauherr und Betreiber spricht von einem Vorzeigeprojekt und in der folgenden Pressemitteilung von der „ganzen Klaviatur der Energiewende“.

„Endlich geht’s los“, freut sich Oliver Poeschel von der Geschäftsführung der Bürgerbräu. Er ist stolz auf diesen Beitrag zu einer dezentralen Energieversorgung. Seit Dienstag dieser Woche hat die Firma Maisel aus Hohenstadt mit den vorbereitenden Maßnahmen zur Errichtung der Heizzentrale auf dem Gelände der Brauerei begonnen.

Wie bereits in der HZ berichtet, wird in der Heizzentrale mittels hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugt. Die im ersten Bauabschnitt entstehende „Nord-Schiene“ des Wärmenetzes verläuft entlang des Lohwegs zur Dr.-Gustav-Schickedanz-Straße und bis zur Poststraße. Somit können neben der Bürgerbräu die Bewohner des neues Altstadt Carrés (Bebauung ehemaliges Schickedanz Areal), das Gebäude der Sparkasse Hersbruck und das Rathaus mit Bürgerbüro mit der umweltfreundlichen Wärme beliefert werden. Mit den Eigentümergemeinschaften in der Poststraße, Dr.-Gustav-Schickedanz-Straße und in der Rudolf-Wetzer-Straße laufen bereits vielversprechende Gespräche.

Das Projekt bietet aber noch einen weiteren innovativen Ansatz: Der im Blockheizkraftwerk erzeugte Strom wird nicht nur einfach in das Netz eingespeist und vergütet, sondern die angeschlossenen Kunden werden mit dem vor Ort erzeugten Strom direkt beliefert. Damit kommen sie neben der günstigen und umweltfreundlichen Wärme auch in den Genuss eines günstigen, umweltfreundlichen und dezentral vor Ort erzeugten Stroms.

„Damit spielen wir bei diesem Projekt die ganze Klaviatur der Energiewende: dezentrale, effiziente umweltfreundliche Strom- und Wärmeerzeugung für unsere Kunden in Hersbruck“, sagt Harald Günzrodt von der Hewa.  In der Heizzentrale werden nach aktuellem Planungsstand zwei BHKW mit je 100 kW elektrischer Leistung und ein Spitzenlastkessel Erdgasbrennwerttechnik mit zirka 1200 kW thermischer Leistung entstehen. Das gesamte System hat somit eine thermische Leistung von gut 1,5 MW und wird auf Basis von Ökogas betrieben.

Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich an den technischen Leiter der Hewa GmbH, Harald Günzrodt, wenden: Tel. 09151 /8197126 oder E-Mail: [email protected]

N-Land Hersbrucker Zeitung
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