30 Minuten mit der HZ

Die HZ von der Oma zum Enkel

Marius und Sabine Grötsch, Berta Thaler sowie Judith und Bernd Grötsch (v. links) lesen alle die Hersbrucker Zeitung. | Foto: A. Pitsch2019/08/IMG_6649.jpeg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Endlich Ferien. Endlich Zeit für sich selbst, für die Familie, für Freunde. Auch wir in der HZ-Redaktion nehmen uns jetzt immer mal wieder eine kleine Auszeit und tun das, was wir am liebsten machen: mit Leuten ins Gespräch kommen und uns ihre Geschichte erzählen lassen. Heute: 30 Minuten mit Familie Thaler/Grötsch aus Thalheim übers Zeitunglesen.

Seit wann haben Sie denn die HZ?
Sabine Grötsch: Abonniert haben wir die schon ganz lange. Als mein Vater noch gelebt hat, war er auch mal für rund zehn Jahre Austräger – und ich habe ihn im Urlaub oder wenn er krank war, vertreten. Wir sind einfach verbunden mit der HZ.

Wer darf die Zeitung denn morgens als erstes lesen?
Sabine Grötsch: Mein 20-jähriger Sohn und ich. Ich habe die Zeitung auch abonniert. Dann bringe ich die Zeitung runter zu meiner Mutter – die ist 85 Jahre alt. Sie hat ja den ganzen Tag Zeit zum Lesen.
Marius Grötsch: Bei mir ist das schon ein Ritual: Wenn ich morgens aufstehe, steht das Frühstück am Tisch und die Hersbrucker Zeitung liegt bereits da. Ich schaue mir dann immer den Hersbrucker Teil an, damit ich weiß, was so passiert ist.

Es ist also wichtig, zu erfahren, was in der Heimat so los ist.
Sabine Grötsch: Ja, auf alle Fälle. Man sieht und liest da beispielsweise über unsere „Promis“ und wenn ich denen dann im Rahmen meiner Arbeit begegne und sie mit Namen ansprechen kann, dann sind die immer freudig überrascht: „Woher kennen Sie mich?“, fragen sie und ich sage: „Aus der Zeitung!“
Marius Grötsch: Ich denke, regionale Infos – egal in welcher Form – braucht man sicher und auch in Zukunft.

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Was lesen Sie denn besonders gerne?
Sabine Grötsch: Die ersten vorderen Seiten sowie den großen Sportteil überspringe ich. Das weiß man ja alles schon aus den Nachrichten oder aus dem Radio. Den Wirtschaftsteil lese ich ganz gerne. Hauptsächlich aber den Hersbrucker Teil, weil man hat ja nur begrenzt Zeit morgens. Meine Tochter schaut immer nach dem Wetter und sieht sich die Fotos an.
Marius Grötsch: Mich interessieren Fußball und die Kirwa-Seiten. Da lese ich im Vorfeld immer, wo wann was los ist, und bei den Nachberichten, wer Oberkirwapaar geworden ist. Das ist interessant, weil man kennt ja oft die Leute.
Berta Thaler: Die Rückseite, die ist das Erste, was ich lese.

Haben Sie einen Wunsch an die HZ?
Sabine Grötsch: Eigentlich nicht, wir lesen das, was drin steht. Aber manchmal finden wir, kommen die kleinen Ortschaften etwas zu kurz.

Wie sehen Sie die Zukunft von Zeitung?
Marius Grötsch: Hm, das könnte schon schwierig werden. Bei mir in der Arbeit stecken wir gerade mitten in der Digitalisierung. Da merke ich, dass sich Ältere damit schwertun. Das könnte vielleicht bei einer Online-Zeitung auch so sein … Und viele haben ja morgens keine Zeit mehr; die stehen auf, machen sich fertig, Kaffee und los. Meine Generation liest ja schon fast keine Zeitung mehr, die nächste sicher noch weniger.

Sie kennen also nicht viele, die die HZ so intensiv nutzen wie Sie.
Sabine Grötsch: Bei mir in der Arbeit haben nicht alle die HZ, einige nur am Wochenende, andere gar nicht. Vielleicht fühlen die sich nicht so verbunden mit der Gegend. Gerade Zugezogene kennen viele Leute ja nicht. Für uns gehört das halt dazu, ist das ein Stück Heimat.
Marius Grötsch: Meine Freunde lesen kaum Zeitung.
Sabine Grötsch: Vielleicht ändert sich das ja noch, wenn sie Familie und Kinder haben und der Nachwuchs öfter in der Zeitung ist bei Schul- oder Kindergartenfesten. Dann ist das ein Anlass, in die HZ zu schauen.

Print oder online?
Sabine Grötsch: Wir haben es mal online versucht und wenn es die Zeitung nur so geben würde, hätten wir sie auch abonniert. Aber eine Zeitung gehört gedruckt. Das Blättern ist einfach schöner als das Rumklicken.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch