Drei Coronafälle: Distanzunterricht bis Ende November

Grundschule Bühl bleibt komplett zuhause

Die Stühle in den Klassenzimmern der Grundschule Bühl sind hochgestellt. 121 Schüler und sechs Lehrkräfte müssen bis Ende November zu Hause bleiben (Archivfoto). | Foto: Kirchmayer2020/11/Grundschule-Buhl-neues-Klassenzimmer-2-scaled.jpg

BÜHL – An der Grundschule Bühl gibt es drei bestätigte Covid-Fälle. Ob es sich um Schüler oder Lehrer handelt, will das Staatliche Schulamt Nürnberger Land aus Datenschutzgründen nicht sagen. Nach Informationen der Pegnitz-Zeitung handelt es sich um zwei Schüler und eine Lehrerin. Die Schule ist deshalb seit Freitag geschlossen. Bis voraussichtlich 30. November müssen die 121 Schüler aus sechs Klassen sowie sechs Lehrkräfte zu Hause bleiben.

Nachdem die erste Infektion bekannt wurde, wurde bereits am Montag eine Schulklasse in Quarantäne geschickt. Mittlerweile gibt es an der Schule zwei weitere bestätigte Corona-Infektionen, weshalb nun alle zu Hause bleiben müssen. Sie erhalten bis Ende des Monats Distanzunterricht.

Sechs Lehrkräfte sind in Quarantäne. Rektorin Heike Huhnholz betont, man sei vorbereitet. „Wir hatten damit gerechnet, dass es auch uns irgendwann trifft.“ Bereits im Vorfeld habe man eine Abfrage bezüglich der Technik und des Bedarfs an Leihgeräten gestartet und einen Testlauf durchgeführt. „Ich gehe davon aus, dass alle Familien für den Distanzunterricht ausgestattet sind.“

Kaum Bedarf für Notbetreuung

Zusammen mit dem Staatlichen Schulamt wurde am Freitag der Bedarf nach einer Notbetreuung für die Schüler abgefragt, laut Schulamtsdirektor Joachim Schnabel war die Resonanz aber gering. Es habe sich bis nur eine Familie gemeldet. Rektorin Huhnholz lobt unterdessen die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt am Landrats­amt. Dieses habe „schnell reagiert“, auch in Sachen Tests. „Das lief alles sehr gut.“

Die Grundschule in Bühl ist nicht die einzige im Nürnberger Land, die aktuell von Corona betroffen ist. An weiteren Grund-, Mittel- und Förderschulen des heimischen Landkreises sind Klassen in Quarantäne oder erhalten Wechselunterricht. Aktuell gibt es laut Staatlichem Schulamt fünf bestätigte Covid-Fälle bei Lehrkräften, 23 befinden sich in Quarantäne.


Insgesamt zehn Schüler der Grund-, Mittel- und Förderschulen sind positiv auf Covid-19 getestet, 210 befinden sich in Quarantäne, 16 haben ein ärztliches Attest und insgesamt 108 Schüler sind von der Maskenpflicht befreit. Die meisten besuchen laut Schulamt eine Fördereinrichtung. Aber auch bei 18 Grund- und Mittelschülern besteht eine Befreiung von der Maskenpflicht.


Dünne Personaldecke


Die Personaldecke an den Schulen ist derzeit sehr dünn. Laut Schulamtsdirektor Schnabel fehlen an den Grund,- Mittel- und Förderschulen im Landkreis aktuell 121 Lehrkräfte, darunter 55, die dienstunfähig geschrieben sind, und 13, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Covid-Risikogruppe ein Attest vom Arzt haben. Doch es gibt auch freudige Anlässe: 25 Lehrerinnen nämlich sind schwanger und deshalb nicht im Dienst.

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