Test am ersten Schultag nicht möglich

Grundschüler: Am Montag noch zum Coronatest

Iris Gerstner, gebürtige Lauferin und jetzt Fachhochschullehrerin im Münchener Raum, hat zum Thema "Schule und Corona" diesen Comic erstellt. Sie wollte damit "die ganze Verrücktheit des letzten Schuljahrs dokumentieren", wie die ehemalige CJT-Schülerin sagt. Ihr Werk wurde bereits in mehreren Jahresberichten von Schulen abgedruckt. | Foto: Gerstner2021/09/corona_cartoon_schule_iris_gerstner-crop.jpg

NÜRNBERGER LAND — Wenn am Dienstag die Schule beginnt, dann müssen zumindest Grundschüler einen offiziellen PCR- oder Schnelltest vorlegen. Nur im Notfall soll am ersten Tag in der Schule getestet werden, danach freilich schon.

Dazu gibt es eine Empfehlung des Kultusministeriums, die von den Schulen an die Familien weitergegeben wurde und bei einigen Eltern für Verstimmung gesorgt hat. Denn bisher war es Usus, dass die Kinder in der Schule zweimal wöchentlich einen Selbsttest machen konnten. Einige Teststellen haben nun extra ihre Öffnungszeiten am Montag ausgeweitet (siehe morgige Printausgabe der PZ).

Hintergrund ist unter anderem, dass die PCR-Lollitests, die künftig in den Grund- und Förderschulen des Landkreises zum Einsatz kommen sollen, noch nicht geliefert werden konnten, so Schulamtsleiter Joachim Schnabel gegenüber der PZ. Ab 20. September sollen sie verfügbar sein, bis dahin greifen die Grundschulen auf noch vorrätige Antigen-Schnelltests zurück. Doch diese am ersten Schultag mit allen Kindern durchzuführen, sei „organisatorisch unmöglich“, so Schnabel, gerade für die Erstklässler.

Selbsttest nur „Notlösung“

So hat beispielsweise die Laufer Grundschule 1 (Kunigund und Rudolfshof) die Eltern informiert, dass ein Selbsttest in der Schule am Dienstag nur eine „Notlösung“ sei, falls die Eltern vorher keine andere Möglichkeit haben. „Wir würden dazu mit den betreffenden Kindern in einen separaten Raum gehen“, so Rektorin Kirsten Hartung. Die Nachweise müssen die Lehrkräfte überprüfen.

Für die Begleitpersonen der Erstklässler gilt die 3-G-Regel: Sie müssen also geimpft, genesen oder getestet sein, zumindest dann, wenn die Schulanfangsfeier im Inneren stattfindet. Das wird auch kontrolliert, betont Schulamtsleiter Schnabel. Dazu werden vor Ort extra „Schleusen“ installiert, wo sich Eltern oder andere Schulbedienstete die entsprechenden Bescheinigungen zeigen lassen. Eine undankbare Aufgabe, wie auch Schnabel einräumt. An der Grundschule Diepersdorf hatte eine Aufforderung an die Erstklasseltern für Missstimmung gesorgt, sich generell testen zu lassen, auch trotz Impfung. Dies wurde nun zugunsten der 3-G-Regelung zurückgenommen.

Anders verhält es sich an den weiterführenden Schulen. An Mittel-, Real-, Fachoberschulen und Gymnasien können die Kinder ab dem ersten Schultag Selbsttests unter Aufsicht der Lehrkräfte vornehmen, die dann dreimal pro Woche wiederholt werden. Allerdings bittet das Kultusministerium die Eltern vorsorglich darum, die Kinder in der letzten Ferienwoche trotzdem auf das Coronavirus testen zu lassen.

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