Viele Besucher beim Mittelalterspektakel

Zeidlermarkt trotzt den Wetterkapriolen

Wer zu spät kommt, kommt ins Eisen: Bezirksrätin Ivona Papak wird auf dem neunten Zeidlermarkt verhaftet. Sie hatte sich zur Begrüßung leicht verspätet. | Foto: Mock2019/05/Feucht-Zeidlermarkt-2019-17-1.jpg

FEUCHT – Auf dem 9. Feuchter Zeidlermarkt verzischten sogar einige schüchterne Schneeflocken im Lagerfeuer der Wallensteiner Landsknechte. Trotz der kühlen Temperaturen lockte das Mittelalterspektakel wieder zahlreiche Besucher in die Marktgemeinde. 

 „Ich bin stolz, dass der Markt nicht abgesagt wurde“, verkündete Alexander Hommel, Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe (AFG) bei seiner Begrüßungsrede. Wallensteiner und sonstige Gewandete dürften sich über ihre dicken Pelze und vielen Schichten gefreut haben: Es waren gerade einmal acht Grad. Dick eingepackt hielt das die Feuchter und ihre Gäste nicht davon ab, ihren Mittelaltermarkt zu genießen.

Fröhliches Markttreiben

An den Ständen bestaunten die Besucher die unterschiedlichsten Handwerke: Sie schauten Webern beim Teppichmachen über die Schulter, wichen in der Drechselstube fliegenden Holzspänen aus, wärmten sich am Schmiedefeuer und sahen zu, wie Wolle zu Garn gesponnen wird. Darüber hinaus bezauberten Schaukämpfe, Märchenerzähler und mittelalterliche Magier die Gäste.

Außerdem erfreuten sie sich anlässlich des verkaufsoffenen Sonntags an Aktionen und Rabatte der beteiligten Geschäfte. Met und Honig waren im Angebot in der Hauptstraße, ebenso wie Flechtarbeiten, Handwerkskunst, Schmuck und Glasarbeiten.

Wie es sich für einen Markt der Zeidler gehört, gab es auch Wissenswertes über die frühere Bienenhaltung und den Feuchter Honig zu erfahren, der einst ein wichtiger Bestandteil der berühmten Nürnberger Lebkuchen war.

Unterstützung aus dem Hohenloher Land

Die Feuchter Imker und Zeidler erhielten dieses Jahre erstmalig Unterstützung aus dem Hohenloher Land: von den „Zeidlern zu Brettheim 1504“. In stilechter Gewandung bereicherten sie das das Lagerleben Pfinzingstraße. Bei den Wallensteinern bewiesen Besucher im Wettkampf, wie viel Landsknecht in ihnen steckt. Für Kunst- und Kulturliebhaber stellte der Moosbacher Künstler Johannes Lang im Foyer der Reichswaldhalle seine Werke aus.

Dass die Feuchter Wert auf Pünktlichkeit legen, erfuhr Bezirksrätin Ivona Papak am eigenen Leib. Sie war zur Eröffnungsrede zu spät gekommen und wurde dafür ins Halseisen gesteckt und durch den Ort geführt.

Mehr Fotos vom Zeildermarkt finden Sie in unserer Bildergalerie unter www.n-lande.de

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