Digitalisierung,Grundsteuer und Co

Das Vermessungsamt soll im Landkreis bleiben

Für die Europaabgeordnete hatte Amtsleiter Frank Hümmer (rechts) ein besonderes Fundstück parat: Eine knapp 180 Jahre alte Karte ihres Heimatdorfs. | Foto: Daniela Seyfart2022/08/a479383321i0009_max1024x.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Die Europaabgeordnete Marlene Mortler und Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel (beide CSU) haben sich über die Arbeit des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in der Außenstelle Hersbruck informiert. Sie machten sich auch für deren Erhalt stark.

Die beiden Politiker waren zu Besuch bei Amtsleiter Frank Hümmer und informierten sich, wie Arbeit in der Hersbrucker Außenstelle des Nürnberger Vermessungsamts so abläuft. Zahlreiche Nachfragen gibt es bei Hümmer und seinen Kollegen derzeit zum Thema Grundsteuer. „In Hersbruck haben wir mehr Anrufe zur neuen Grundsteuererklärung als in Nürnberg“, erläuterte Hümmer: „Das liegt vor allem an der ländlichen Struktur. Eine drei Zimmerwohnung ist schneller erklärt als ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb mit diversen Gebäuden und Liegenschaften.“

Altes Fundstück

Für die Europaabgeordnete gab es ein besonderes Fundstück: Eine alte Karte ihres Heimatdorfs. „Hochspannend zu sehen, wie früher die Eigentumsverhältnisse und damit auch schon damals die Grundlage für die Steuererhebung festgehalten wurden“, so Mortler. Auch heute ist die Vermessung vor Ort die wichtigste Aufgabe des Amtes. Obwohl steigende Grundstückspreise und mangelnder Baugrund deutlich zu spüren sind. „Eine leichte Abnahme von Vermessungsaufträgen spüren wir“, so Hümmer.

Die Rolle der Feldgeschworenen bleibt auch zukünftig wichtig. Schließlich kennen Sie sich vor Ort am besten aus. Zu den weiteren Aufgaben des Amtes zählt, die Digitalisierung und den Breitbandausbau in der Region voranzutreiben.

„Dazu gehört unter anderem, den Kommunen durch den Anschluss an das bayerische Behördennetz die technische Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Digitallotsen zu schulen“, erklärte der Amtsleiter. Auch am Hersbrucker Amt soll sich etwas verändern. Dazu gehören mehr Barrierefreiheit trotz Denkmalschutz, E-Ladepunkte und Dienstfahrzeuge mit saubere Technologien wie Elektro.

Zum Abschluss ihres Besuchs bekräftigte das Politiker-Duo einstimmig: „Die Standortsicherheit der Behörden auf dem Land ist uns wichtig. Sie steht nicht nur auf dem Papier, sondern wird kontinuierlich ausgebaut.“

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