2558 Kilometer in 24 Stunden im Tesla

Weltrekord knapp verpasst

Drei passionierte Elektro-Auto-Fahrer beim Weltrekordversuch an der Schnellladestation mit dem Tesla Model S 100 D: (v.l.) Andreas Haehnel, Andreas Neumann und Andreas Rieger. | Foto: privat2018/11/Ezelsdorf-Haehnel.jpg

EZELSDORF – Den Weltrekord knapp verfehlt haben Andreas Haehnel aus Ezelsdorf und seine beiden Freunde Andreas Rieger und Andreas Neumann bei ihrer 24-Stunden-Fahrt mit einem Tesla Model S 100 D. Ziel war, in 24 Stunden mit Lade-Intervallen nach jeweils 150 gefahrenen Kilometern insgesamt mehr als 2644 Kilometer zurückzulegen. So weit ist ein Tesla Model 3 gefahren, weiter als jedes andere Elektro-Auto, das derzeit weltweit hergestellt wird. Am Ende zeigte der Tachostand im Auto des Herausforderer-Trios 2558,5 Kilometer. Das reichte immerhin, um den Model S 100 D Rekord zu brechen. Der wurde vor zwei Jahren aufgestellt und lag bei 2424 Kilometern.

Start war an einer Schnellladestation von Tesla an der A 9 bei Schweitenkirchen, von wo es auf der Autobahn Richtung München und wieder zurück ging, immer über 150 Kilometer, dann legte das Trio das Fahrzeug ans Ladekabel. „Wir haben den Akku dann immer im Bereich von acht bis 52 Prozent aufgeladen, weil er hier am schnellsten lädt“, erläutert Haehnel die Prozedur.

Eigentlich war er mit seinen Mitstreitern Andreas Neumann und Andreas Rieger ganz optimistisch, den Weltrekord des Tesla Model 3 einstellen zu können. An alles hatte man gedacht, vom optimalen Luftdruck für die Reifen bis zur Stilllegung der Heizung im Fahrzeug, weil die ja Energie braucht. Dass dann die Anoraks und Jacken der drei Fahrzeuginsassen gewichtsmäßig zu Buche schlugen, darüber kann man nur spekulieren. Fest stand aber, dass während der Wettfahrt starker Wind ging. Das bedingte einen höheren Energieaufwand, so dass die große Tesla-Limousine am Ende knapp hinter dem Ergebnis ihrer kleineren Schwester Tesla Model 3 blieb.

Auf Youtube und Facebook

Die Wettfahrt konnte jeder öffentlich auf Facebook und Youtube verfolgen und stieß hier auf großes Interesse. Viele Zuschauer machten sich auch auf den Weg und beobachteten die Elektro-Fahrer an der Schnellladestation, als diese zum Tanken einfuhren. Hier hatte die Firma Tesla-Car-Rent ein baugleiches Fahrzeug wie das von Andreas Neumann geparkt. Fans von Elektro-Fahrzeugen konnten sich die Limousine von außen und innen ansehen und sich über Leistung und Preis informieren – auch über die Preise für Fahrzeugmieten, die bei der weit über 100.000 Euro kostenden Limousine bei rund 800 Euro für ein Wochenende liegen.

Tesla-Car-Rent sponserte das Unternehmen von Haehnel, Rieger und Neumann, ebenso wie Reifen Lorenz. Der Ezelsdorfer Andreas Haehnel fährt privat ein koreanisches E-Auto, einen Hyundai Ioniq. Der ist deutlich günstiger als die Fahrzeuge von Tesla, hat aber auch nicht deren Reichweite. Sein Mitstreiter Andreas Neumann ist mit seinem großen Tesla Model S 100 D derweil rundum zufrieden, auch wenn die Limousine des App-Entwicklers und IT-Spezialisten im Wettbewerb gegen das kleinere Modell 3 um den Weltrekord am Ende nicht die Nase vorn hatte.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten