Schulkindbetreuung wird ausgebaut

Hundert unter einem Dach

Hier in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule (im Hintergrund) soll der neue Hort entstehen, wenn es nach Planungsbüro und Verwaltung geht. Der Basketballplatz müsste dafür weichen. | Foto: Gisa Spandler2020/10/Ezelsdor-Grundschule-Gelaende.jpg

EZELSDORF – Die Gemeinde braucht noch mehr Platz für die Betreuung der Schulkinder. Auf dem Gelände der Ezelsdorfer Grundschule soll ein Neubau entstehen, der Planer stellt seine Lieblingsvariante vor.

Der Neubau wird 100 Kinder in vier Gruppen beherbergen können. Arndt Kellner vom Architekturbüro Graf Architekten Burgthann stellte im Gemeinderat vor, welche Gedanken man sich im Planungsbüro bereits zur Realisierung gemacht hat.
Zwei Standorte hat man in Erwägung gezogen, wobei der eine besondere Priorität bei den Fachleuten und auch in der Verwaltung genießt. Der favorisierte liegt direkt vor der Turnhalle auf dem jetzigen Basketballfeld, das dann weichen müsste, nämlich hinter die Schule zur jetzigen Laufbahn. Der Vorteil dieser Variante ist die bereits vorhandene Erschließung, die genutzt werden könnte. Auch ein gemeinsamer übersichtlicher Zugang zu den Gebäuden wäre attraktiv bei dieser Alternative.

Neubau in Ezelsdorf – Neben dem Lichthof

Die andere würde das Gebäude an die südlichen Grundstücksgrenzen platzieren, neben dem Lichthof der Schule. Dabei müsste allerdings die Tartanbahn aufgegeben und auch eine aufwendigere Erschließung vorgenommen werden. Auch würde sich die Planung leicht in den Außenanlagen mit dem jetzigen Hort überschneiden, so dass Kellner deutlich urteilte: „Wir favorisieren die Variante 1.“
800 Quadratmeter auf zwei Stockwerken seien geplant, so Kellner. Das Konzept sieht vor, dass im Erdgeschoss alle gemeinschaftlich genutzten Räume liegen sollen. In das obere Stockwerk führt eine interne Treppe sowie ein Aufzug, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Der Eingang würde im Nordosten gegenüber der Schule liegen.
Im Obergeschoss sind alle Gruppen- und Gruppennebenräume geplant, und zwar in unterschiedlichen Raumgrößen, die teilweise miteinander verbunden sind, davor die Garderoben, die immerhin 40 Meter Länge haben würden.

Fördervorgaben maximal genutzt

Insgesamt würden 527 Quadratmeter gefördert, die Planung sieht ideale 528,1 Quadratmeter vor, so dass die Vorgaben optimal genutzt werden könnten. Zur Fassade teilte der Architekt noch wenig Details mit.
Wolfgang Lahm (SPD) wollte wissen, ob man den Hort dann auch gegebenenfalls für die Grundschule nutzen könne. Man habe ja den ehemaligen Hort im Keller der Schule, entgegnete Bürgermeister Heinz Meyer. Ob die Planung den jetzigen Lehrerparkplatz beträfe, wollte Günther Nedvidek (CSU) wissen, was der Planer verneinte. Stefan Vitzthum (SPD) war noch nicht überzeugt. „Ich dachte an einen Anbau am Schulhaus, um eine gemeinsame Nutzung möglich zu machen“, schlug er vor. Arndt Kellner erinnerte daran, dass durch die Barrierefreiheit sowieso ein Umbau, zum Beispiel auch in ein Pflegeheim, leicht möglich sein sollte. „Es gibt Gebäude, an die kann man nichts dranmachen“, so der Rathauschef.
Der wiederholt geäußerte Wunsch, noch eine Ortsbesichtigung mit dem Bauausschuss durchzuführen, bevor man eine Entscheidung treffen werde, fand Zustimmung von allen Seiten.


„Gelungen“, nannte Georg Reither (CSU) das Konzept und meinte, die Anwohner würden sich freuen, wenn der Hartplatz an der Stelle verschwinden würde, und Alexander Bock (CSU) sah gerade in der Distanz zur Schule einen Vorteil. Dennis Kummarnitzky von der Wahlgemeinschaft Grub erkundigte sich, ob es Parkplatzprobleme geben könne, wenn das Personal aufgestockt würde und viele Eltern ihre Kinder mittags abholen. Dies sei nicht zu erwarten, so Heinz Meyer, „die Hortkinder werden ja erst nachmittags geholt“.



Eindringlich appellierte schließlich Wolfgang Seitz (Grüne) an die Verantwortlichen, das Haus aus Holz zu planen, um den ökologischen Fußabdruck niedrig zu halten. Zudem schlug er vor, an eine zeitgemäße gemeinschaftliche Energieversorgung zu denken.
Dies sei wirtschaftlicher und umweltfreundlicher.


Abschließend informierte der Bürgermeister, dass der Bund bereits ein weiteres Förderprogramm aufgelegt habe, das noch mit dem bayerischen abgestimmt werden müsse. Um davon zu profitieren, solle man den Bau im November beschließen.

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