Schnaittach möchte statt Kindergarten- nun ein Hortgebäude bauen

Hort soll neben Grundschule entstehen

Auf dem Pausenhof der Schnaittacher Grundschule soll ein Hort entstehen. Vermutlich muss dafür die sanierungsbedürftige kleine Turnhalle weichen (das Gebäude in der Bildmitte, links daneben im Hintergrund die neue Turnhalle). | Foto: Schuster2020/06/Grundschule-Schnaittach-Pausenhof-Turnhallen-us.jpg

SCHNAITTACH – Schon länger treibt den Markt Schnaittach die Frage nach einem Kita-Neubau um, „der Betreuungsbedarf nimmt zu“, wie Bürgermeister Frank Pitterlein in der Marktratssitzung am vergangenen Donnerstag feststellte. Und dieser zeichnet sich aktuell vor allem bei den Kleinsten ab: es fehlen Krippenplätze. Doch die Suche nach einem geeigneten Grundstück im Gemeindebesitz oder zu erschwinglichen Konditionen war bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Nun reagiert der Markt: Statt eines neuen Kindergartens möchte man nun ein Hortgebäude errichten, und zwar auf dem Gelände der Schnaittacher Grundschule an der Erlanger Straße. Dort sollen Kinder einquartiert werden, die aktuell noch in den Schnaittacher Kindergärten betreut werden – was in diesen Einrichtungen wiederum Platz für weitere Krippen- oder Kindergartengruppen schafft, wie Bürgermeister Frank Pitterlein am Donnerstagabend in der Marktratssitzung skizzierte.

Notlösung wird zur Dauerlösung

Zugleich soll aus der Notlösung des „Hauses für Kinder“ im ersten Stock des Sparkassengebäudes am Marktplatz eine dauerhafte Einrichtung werden. Der Mietvertrag mit der Sparkasse für das Objekt am Marktplatz läuft für vier Jahre, es gebe aber eine Option auf Verlängerung, so Pitterlein. Doch dafür müsste auch die bisher zeitlich begrenzte Betriebsgenehmigung dauerhaft gelten. Voraussetzung ist ein neuer, für die Kita-Kinder exklusiver Spielplatz. Darüber hat Evelyn Kittel-Kleigrewe, die am Landratsamt für die Kinderbetreuung zuständig ist, den Markt informiert.

Der Spielplatz soll für die Kinder fußläufig erreichbar sein. Er könnte an der Festungsstraße Ecke Staatsstraße entstehen, wofür der dortige Parkplatz weichen oder verkleinert werden müsste, so Pitterlein. Jetzt gelte es aber erst einmal, dafür die Kosten zu ermitteln.

Turnhalle muss weichen

Für den geplanten neuen Hort auf dem Pausenhof der Grundschule müsste aller Voraussicht nach die kleine, sanierungsbedürftige Turnhalle weichen, wie Pitterlein im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung sagte. Das neue Gebäude soll zweistöckig sein, so der Bürgermeister. Dort sollten über 100 Hortkinder unterkommen. Entsprechend werden in den anderen Einrichtungen Kapazitäten frei.


Lob für die Planung kam von Johannes Merkel (CSU), während sich Paul Raab (Grüne) für einen Ausbau der Plätze im Waldkindergarten bei Hedersdorf aussprach. Den möglichen Standort des Spielplatzes an der vielbefahrenen Staatsstraße sieht Ulrich Weber (SPD) kritisch. Letztlich entschied sich das Gremium aber einstimmig dafür, die Pläne für einen Kita-Neubau zurückzustellen und die Verwaltung stattdessen den Hortneubau planen zu lassen.

Kitas sind rappelvoll

Im Markt Schnaittach werden aktuell im Kernort (katholische Kirchenstiftung St. Kunigund, evangelische integrative Kita „Die Arche“ sowie „Haus für Kinder“ am Marktplatz), sowie in den Ortsteilen Hedersdorf (Waldkindergarten), Osternohe und Kirchröttenbach (katholische Kirchenstiftung St. Walburga) Kinder betreut. Alle Einrichtungen sind laut Verwaltung komplett ausgebucht. „Die Plätze sind alle weg“, sagt Florian Kastner, der geschäftsleitende Beamte, im Gespräch mit der PZ.

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