Der Hort stockt auf

Konzentriert machen Winkelhaider Hortkinder ihre Hausaufgaben. Momentan findet die Betreuung noch in der Grundschule statt. In Zukunft werden die Kinder in einem eigenen Gebäude untergebracht werden. | Foto: Magdalena Mock2019/03/Winkelhaid-Hortkind-Hausaufgabenbetreuung.jpg

WINKELHAID/ALTENTHANN – Winkelhaid braucht einen neuen Hort. Das ist schon lange klar. Pläne zu einem Anbau an die Penzenhofener Grundschule gab es schon 2017. Alles war bestätigt und genehmigt. Was fehlte, waren die passenden Baufirmen. Das Projekt wurde stillgelegt. Nun hat es der Gemeinderat wieder aufgegriffen. Das neue Gebäude wird größer als ursprünglich geplant, denn der Bedarf an Hortplätzen ist gestiegen. In der Einrichtung werden künftig Kinder aus Winkelhaid und Altenthann betreut.

Zur Zeit sind die Winkelhaider Hortkinder in der Schule untergebracht. In den Klassenräumen machen sie Hausaufgaben oder spielen im Hof. Es funktioniert, ist aber ein Provisorium, das so nicht weiter bestehen kann, erklärt Monika Bernet. Als Kindergarten- und Hort-Leiterin ist sie ander Planung des neuen Gebäudes beteiligt. In den vergangenen fünf Jahren verzeichnet sie einen starken Anstieg der Hortkinderzahl.

Sie freut sich daher über die Zustimmung des Winkelhaider Gemeinderats zum neuen Gebäude. Es soll an die Grundschule angebaut werden, wird dort aber eine separate Einheit bilden. Neben Verbindungen zu Schule und Turnhalle bekommt es einen eigenen Eingang. Einige Parkplätze werden weichen müssen. Im Gegenzug hat die Gemeinde zwölf neue Stellplätze an der Turnhalle geschaffen.

„Eine zukunftsfähige Lösung“

Seit der ersten Planung für den Ausbau ist der Bedarf an Hortplätzen jedoch gestiegen. Der Kindergarten des Schwarzenbrucker Ortsteils Altenthann, der momentan noch Kinder zur Betreuung nach der Schule aufnimmt, wird dieses Angebot in Zukunft nicht mehr bieten können. Da die Altenthanner Grundschüler die Penzenhofener Schule besuchen, liegt die Idee nahe, sie ebenfalls in den Winkelhaider Hort zu integrieren. Der Gemeinderat hat deswegen beschlossen, das Projekt dementsprechend zu vergrößern.

Statt der vorgesehenen 75 Plätze, bietet die künftige Nachmittagsbetreuung 100. Aus drei sind auf dem Bauplan vier Gruppenräume geworden, zwei mit einer Größe von etwas über 50 Quadratmetern, die anderen beiden mit gut 60 Quadratmetern. Die Ausstattung umfasst mehrere Podeste, die eine wandelbare Raumlandschaft bilden. „Ich denke, damit haben wir eine zukunftsfähige Lösung für alle gefunden“, sagt Bürgermeister Michael Schmidt. „Es macht Sinn, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen.“ Besonders zufrieden ist er mit der guten interkommunalen Zusammenarbeit.

Schon vor dem Beschluss in Winkelhaid, hatte der Gemeinderat Schwarzenbruck ein einstimmiges Signal in den Nachbarort gesendet: Wir möchten gerne mitmachen. „Für die Altenthanner Kinder ist es sicher das beste, wenn sie da in den Hort gehen können, wo sie auch die Schule besuchen“, sagt Schwarzenbrucks Bürgermeister Bernd Ernstberger. Nun, da feststeht, dass der erweiterte Hort kommt, werden die Schwarzenbrucker sich mit den Winkelhaidern zusammensetzen und in einer Zweckvereinbarung die Details klären.

Mehr Geld vom Staat

An den Kosten hat sich indes nicht sehr viel verändert: Knapp zwei Millionen Euro waren ursprünglich für den Neubau veranschlagt. Jetzt sind 2,3 Millionen dafür eingeplant. Mehr als die Hälfte davon übernimmt die Regierung Mittelfrankens. Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Horts hat sie der Gemeinde weitere Fördermittel von 300 000 Euro in Aussicht gestellt. „Die anfänglich negative Zeitverzögerung hat nun sogar positive Auswirkungen“, kommentiert Schmidts Stellvertreter Günter Stiegler erfreut.
Die Pläne für den neuen Hort liegen jetzt beim Landratsamt. Parallel dazu laufen die Ausschreibungen für Baufirmen. Die Gemeinde hofft, spätestens im Herbst mit dem Bau zu beginnen.

N-Land Magdalena Gray
Magdalena Gray