Festung noch bis morgen offen

Auch für die Baustelle auf der Festung Rothenberg beginnt bald die Winterruhe

Schon seit ein paar Jahren steht um den Eingangsbereich über die Holzbrücke zum Festungsinneren, am Torhaus, ein Gerüst. | Foto: Schuster2017/11/festung-rothenberg-torhaus-gerust.jpg

SCHNAITTACH — Auch kurz vor der Winterpause am morgigen Sonntag herrscht auf der Festung am Schnaittacher Rothenberg noch Baustellenbetrieb.

Im Laufe der Zeit hat eindringende Feuchtigkeit und strenger Frost die Kalksteinblöcke im unteren Bereich des Torhauses dermaßen beschädigt, dass diese ausgetauscht werden müssen. Eine Firma aus Mühlhausen, die sich auf Denkmalpflege spezialisiert hat, wechselt zur Zeit die defekten großen Kalksteinquader im tragenden Außenmauerwerk. Teilweise sind hierzu bis zu zwei Meter lange Anker ins Mauerwerk gesetzt worden. Die Schadstellen wurden zunächst mit Ziegelsteinen saniert. Diese Stellen werden später durch eine entsprechende Verblendung jedoch gut ins Gesamtbild passen.

Die Schadstellen im Mauerwerk wurden zunächst mit Ziegelsteinen saniert. | Foto: Schuster2017/11/festung-rothenberg-steinersatz.jpg

Voraussichtlich wird die Restaurierung des Außenmauerwerks am Torhaus erst im nächsten Frühjahr abgeschlossen werden können. Auch der frühere Eingang in die Festungsruine (vom Burggraben aus), zu einer Zeit als es noch keine Brücke gab, wird einer Ertüchtigung unterzogen.

Den Besuchern, die von dem beeindruckenden Eingangsbauwerk Erinnerungsbilder schießen wollen, kommt die Sanierung später natürlich sehr entgegen. Der Markt Schnaittach und die Festung sind geschichtlich betrachtet von je her untrennbar miteinander verbunden. Auch deshalb ist es der Bevölkerung ein großes Anliegen, die Sichtbarkeit dieses Schnaittacher Wahrzeichens noch weiter zu verbessern. Die vor einem Jahr neu installierte Beleuchtungstechnik hat sich bewährt, allerdings befürchtet man, dass im Frühjahr hinter dem Blattwerk der Bäume ein Teil der Festung wieder verschwindet.

Die Festung ist noch bis zum morgigen Sonntag 5. November, geöffnet. Sollte das Wetter mitspielen sogar noch eine Woche länger. Führungen finden in der Zeit von 10 bis 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde statt. Dann ruht das alte Gemäuer auf dem Rothenberg, auch zum Schutz der Fledermäuse, voraussichtlich bis April 2018

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren