Kriminalitätsstatistik PI Altdorf

Sicher bleibt sicher

Im vergangenen Jahr wurden wieder deutlich mehr Fahrräder gestohlen als noch 2018. | Foto: Adobe Stock2020/05/Altdorf-Fahrraddiebstahl-scaled.jpg

ALTDORF – Altdorfs Polizeirat Reimund Mihatsch ist mit der jüngst veröffentlichten Kriminalstatistik zufrieden. Es gab weniger Delikte im Bereich der Körperverletzung und Betäubungsmittel, dafür einen Anstieg von Fahrraddiebstählen.

Auch im vergangenen Jahr sind die Straftaten in Altdorf, Feucht, Burgthann, Schwarzenbruck, Winkelhaid, Leinburg und Offenhausen leicht zurückgegangen. Das geht aus der jährlichen Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Altdorf hervor. Während insbesondere weniger Betäubungsmitteldelikte und Körperverletzungen registriert wurden, schnellten Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen sowie der Fahrraddiebstähle in die Höhe.

Im vierten Jahr nach der Zusammenlegung der ehemaligen Polizeiinspektionen Altdorf und Feucht registrierte die Polizei 2019 insgesamt 1728 Straftaten – und damit 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr (1866 Straftaten). An der Spitze des unrühmlichen Rankings liegt der Markt Feucht mit 611 Straftaten, gefolgt von Altdorf (572), Schwarzenbruck (528), Winkelhaid (221), Burgthann (177), Leinburg (52) und Offenhausen (sieben). Doch nicht nur die Anzahl der registrierten Straftaten ist gesunken.

Aufklärungsrate sank um 6,3 Prozent

Auch die Aufklärungsquote ging im Vergleich zu 2018 zurück. Klärte die Polizei im vergangenen Jahr noch 69,9 Prozent der Delikte auf, waren es 2019 nur noch 63,6 Prozent (minus 6,3 Prozent). Damit liegen die Zahlen sowohl unter dem mittelfränkischen (67,1 Prozent), als auch unter dem bayerischen Aufklärungsschnitt (65 Prozent). Unterm Strich ermittelten die Behörden 847 Tatverdächtige. „Die gesunkene Aufklärungsquote bereitet mir keine Kopfschmerzen“, erklärt Polizeirat Reimund Mihatsch und schiebt hinterher: „Wenn die Aufklärungsquote rund zwei Drittel beträgt, dann kann man definitiv von einer guten Arbeit sprechen.“

Bei den Rohheitsdelikten (Raub, Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung) entwickelten sich die Körperverletzungen positiv: Nach 230 Delikten 2018 registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 193 Delikte (minus zehn Prozent). Dennoch stellt die Körperverletzung 11,2 Prozent aller registrierten Straftaten dar. Ebenfalls positiv: Mit 96,4 Prozent lag die Aufklärungsquote in diesem Bereich auf einem sehr hohen Niveau.

Den mit Abstand größten Teil der Eigentumsdelikte stellt nach wie vor Diebstahl dar. Zwar gab es insgesamt einen Rückgang von 470 auf 444 Fälle, dennoch nahm vor allem der Fahrraddiebstahl erheblich zu. Wurden 2018 noch 78 Räder gestohlen, waren es im abgelaufenen Jahr 129 Räder. „Die Gründe hierfür sind unklar. Vielleicht sind die Räder qualitativ hochwertiger. Vielleicht ist auch der Freizeitwert des Fahrradfahrens gesteigert“, sucht Reimund Mihatsch nach möglichen Erklärungen.

Die Aufklärungsquote im Bereich Fahrraddiebstahl lag bei nur 31,3 Prozent – und das trotz verstärkter Überwachungsmaßnahmen durch zivile Streifen insbesondere an den Bahnhöfen in Feucht, Burgthann und Schwarzenbruck. Nach Angaben der Polizei ist das auch der Grund, warum die Aufklärungsquote insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Rückläufig sind dagegen die Zahlen der Wohnungseinbrüche. Nach 28 Einbrüchen 2018 versuchten Kriminelle im vergangenen Jahr 22 Mal, sich Eintritt in fremde Wohnungen zu verschaffen. Elf Mal blieb es beim Versuch, elf Fälle klärte die Polizei auf. Die gesunkene Zahl der Einbrüche könne nach Angaben der Polizei auf eine bessere Eigentumssicherung sowie eine höhere Aufmerksamkeit der Bevölkerung hindeuten.

Anstieg von Sachbeschädingungen

Deutlich drastischer lesen sich dagegen die Zahlen der Sachbeschädigungen: 355 registrierte Fälle bedeuteten einen Zuwachs von 27,7 Prozent. Gut die Hälfte fiel dabei auf Schäden an Kraftfahrzeugen, 49 Mal waren Graffitis Grund zur Anzeige. Insgesamt klärte die Polizei 29 Prozent aller Sachbeschädingen auf.

Einen deutlichen Rückgang verzeichneten die Beamten dagegen bei Betäubungsmitteldelikten. Mit 141 Fällen wurden 2019 beträchtlich weniger registriert als noch 2018 (217). Mit einer Aufklärungsquote von 99,3 Prozent zeigte sich die Polizei im Bereich der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz als äußerst aufklärungsfreudig.

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