Graffiti-Park

Altdorfer Landesgartenschau

So soll sich der Eingangsbereich des Stadtparks von der Neumarkter Straße gesehen einmal präsentieren. | Foto: Wollborn Landschaftsarchitekten2019/05/Altdorf-Eingang-Stadtpark.jpg

ALTDORF – Die Landschaftsarchitekten des Graffiti-Parks haben die Wünsche der Bürger
in ihre Pläne aufgenommen. Die Mehrheit des Stadtrats hält den Stadtpark nun für überfrachtet.

Die Altdorfer wollen den perfekten Stadtpark. Mit Platz für Kinder, Brunnen, Pavillon, Sitzgelegenheiten, einer Fläche für Konzerte, Boule-Bahn, Rasen und Sträucher und Bäume und natürlich viele blühende Blumen, dazu Platz für Getränkewagen und mobile WCs, damit hier auch Veranstaltungen stattfinden können. Und ein Sonnenschutz sollte auch nicht fehlen. All das bitte untergebracht auf 3000 Quadratmetern.

Nun standen die beiden Landschaftsarchitekten Veronika Stokklauser und Jürgen Wollborn vor der schier unlösbaren Aufgabe, alle Altdorfer Wünsche in ihren Entwurf für die Park-Gestaltung einzuarbeiten.

600 000 Euro reichen nicht

Die ursprüngliche schlichte Planung mit einer zentralen Grünfläche und umlaufenden Sitzgelegenheiten würde rund 600 000 Euro kosten. 110 000 Euro mehr kostet die von den Stadträten präferierte Planungsvariante, mit eingearbeiteten Bürgervorschlägen. Als da wären: Überdachte Freisitze, eine Rutsche für Kinder, Platz für Kunst, Blühbeete, ein Brunnen und ein Pavillon. Rundum bepflanzt werden soll die Fläche mit heimischen Sträuchern.

„Wenn man mit einem Wunschkonzert anfängt und alles umsetzt“, sagte Dr. Bernd Eckstein, „dann kann das am Ende kein schlüssiges Konzept sein“. Er befürchtet, dass die Pläne für den neuen Stadtpark mit zu vielen Dingen überfrachtet werden und steht damit nicht allein. Eckart Paetzold (Grüne) und Ernst Bergmann (SPD) stimmten ihm zu. Auf nur 3000 Quadratmetern seien die Möglichkeiten doch sehr begrenzt, gab Paetzold zu bedenken. „Wir brauchen keine Boule-Bahn und auch keinen Spielplatz.“

„Die ganze Gartenwelt auf 3000 Quadratmetern“

Bergmann sieht den ursprünglichen Entwurf der Planer, von ihm als schlicht und klar gelobt, jetzt komplett überladen. Ein Manko, das man aus seiner Sicht hätte verhindern können, indem man im Vorfeld Bürgervorschläge gesammelt hätte. Bergmann warnte jedenfalls davor, „die ganze Gartenwelt auf 3000 Quadratmetern darstellen zu wollen“.

Info: Am Dienstag können sich die Altdorfer ein Bild davon machen, wieviele ihrer Vorschläge von den Planern berücksichtigt wurden und wie das realisiert werden soll. Das Planungsbüro wird ab 18 Uhr in der Grundschul-Aula drei Varianten präsentieren: die ursprüngliche sowie zwei mit Vorschlägen der Bürger.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten