Wiedereröffnung der Ausstellung

„Kunst als Weg“ im Hersbrucker K 5

Im K 5 vereinen sich unterschiedliche Techniken und Arbeiten. Zu den bestehenden Werken kamen neue hinzu. | Foto: privat2021/05/P1130010.jpg

HERSBRUCK – „Berührende, achtsame, weibliche Stärke zeigende Kunst.“ So beschrieb ein Besucher im K 5 im Oktober 2020 die Schau „Kunst als Weg“. Nach vier Tagen musste die Ausstellung schließen. Nun können „Vielfalt und Spannung, Inspiration und solides Handwerk“ wieder bewundert werden.

Für dieses sind Evelyn Gebhard, Hanne Habelt-Bock und Lydia Hahn-Lößl verantwortlich. Die drei sind in Heilberufen tätig, weshalb die menschliche Gestalt im Mittelpunkt ihres Schaffens steht. Wie sich das in Kunst ausdrückt, ist nun bis 4. Juli wieder zu sehen.

Und wer es in der kurzen herbstlichen Eröffnungszeit ins K 5 geschafft hatte, für den lohnt ein Wiederkommen dennoch: Im kulturlosen Winter 2021 mit den Pandemie-Einschränkungen blieb den Damen genügend Zeit, weitere Werke hinzuzufügen. So erweiterte Hahn-Lößl die Monotypie-Serie „Hommage Käthe Kollwitz“. Zudem findet eine Holzarbeit „Frau im Wind“ ihren Platz zwischen „Lotta“ und „Lilly“, verrät Hahn-Lößl.


Hinter dem Mann

Neu ist auch die Zeichnung „Burka“ von Hanne Habelt-Bock. Sie entstand im Oktober 2020. Habelt-Bock war vor vielen Jahren in Afghanistan, hat Frauen in Burkas beobachten können und kurz eine getragen: „Die Welt wird verzerrt wahrgenommen, Details gehen verloren“, sagt sie: Die Frauen liefen, manchmal mit Kindern, hinter den Männern her. Die dortige empfundene Bedeutungslosigkeit von Frauen habe sie zu dem Bild inspiriert, erklärt die Ärztin.

Die beiden Psychotherapeutinnen für Kinder und Jugendliche, Evelyn Gebhard und Lydia Hahn-Lößl, hatten sehr viel „Seelenarbeit“ zu leisten, da Kinder und Jugendliche besonders in dieser Krise leiden, erzählen sie. Rasant steigende Anmeldezahlen in den Praxen bestätigen dies. „In der Kunsttherapie können Gefühle anders als mit Worten ausgedrückt werden und können helfen, diese schwierige Zeit durchzustehen.“

Lesung im Juni

Wenn es der Inzidenzwert zulässt (unter 50), findet am Samstag, 12. Juni, um 16 Uhr eine Lesung mit Hanne Habelt-Bock und Lydia Hahn-Lößl mit begrenzter Teilnehmerzahl zum Thema statt. Bei Inzidenzwerten zwischen 50 bis 100 können an den Öffnungstagen (sonntags, 14 bis 17 Uhr) Einzelführungen mit einer der Künstlerinnen erfolgen. Anmeldung per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 09158/958129. Anmeldebedingungen, auch für die Ausstellung, sind dem Flyer zu entnehmen.

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