Hewa lässt Geburtstags-Mineralwasser abfüllen

Ur-spritziger Schluck auf stolzes Jubiläum

Auf 100 Jahre Hersbrucker Stromversorgung haben Robert Ilg, Sonja Weid und Harald Kiesl bei der Hersbrucker Bürgerbräu mit dem eigens zum Jubiläum abgefüllten Mineralwasser „Hewa urspritzig“ angestoßen. Foto: J. Ruppert2014/01/5_2_1_2_20140109_HEWA.jpg

HERSBRUCK – Mit einem Schluck haben Sonja Weid von der Bürgerbräu, Bürgermeister Robert Ilg und Hewa-Chef Harald Kiesl ein Gemeinschaftsprojekt für einen runden Geburtstag besiegelt. Vor 100 Jahren wurde das Hersbrucker Stromnetz gebaut. Aus diesem Anlass füllt die Bürgerbräu auf Veranlassung des städtischen Energieversorgers Mineralwasser der Sorte „Hewa urspritzig“ ab.

Bereits im Jahr 1913 hat der Hersbrucker Stadtmagistrat beschlossen: „Die Herstellung des Ortsnetzes für Elektrizität soll submittiert (ausgeschrieben) werden.“ Das Vorhaben wurde in den Monaten vor Beginn des ersten Weltkrieges von der Nürnberger Firma Schuckert (eine Vorgängerin des Siemens-Konzerns) umgesetzt.

Zuvor gab es zum Beispiel in der Hersbrucker Gewürzmühle eine Stromerzeugung über Wasserkraft. Doch solche Insellösungen deckten allenfalls einen Bruchteil des Bedarfs. Deshalb kam der Anschluss des Hersbrucker Netzes über einen Trafo beim Nürnberger Tor an die Übergabestation in Artelshofen. Den Strom lieferte ein Vorläufer des Fränkischen Überlandwerkes.

Mit einigen Aktionen möchte die Hewa das runde Jubiläum gebührend würdigen. Das „Hewa urspritzig“ macht den Anfang. Bei einem internen Wettbewerb hat sich dieser pfiffige Name einhellig durchgesetzt, berichtet Harald Kiesl. Denn zum einen dürfte das Hersbrucker Wasser über 1000 Jahre alt sein, zum andern wird etwas Kohlensäure zugegeben.

„Die Neuerung ist anstelle unseres bisherigen Tafelwassers überall im Handel erhältlich“, sagt Geschäftsleiterin Sonja Weid und hob hervor: „Werte und Ziele der Hewa decken sich mit der Philosophie der Bürgerbräu.“

„Ich freue mich, dass zwei starke Hersbrucker Marken so gut zusammen passen“, gratulierte Robert Ilg. Die gelebte Partnerschaft zeigt zudem, dass „Regionalität“ bei beiden Betrieben nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Von der doppelten Qualität überzeugte sich das Stadtoberhaupt beim Testen einer der ersten abgefüllten und neu etikettierten Flaschen.

Harald Kiesl warf bei der Präsentation des „Hewa urspritzig“ einen Blick in die Zukunft der Hersbrucker Stromversorgung. „Was sich in den letzten 100 Jahren kontinuierlich fortentwickelt hat, wird sich in den nächsten zehn Jahren rasant verändern“, ist er sich sicher.

Im frühen 20. Jahrhundert gab es viele kleinteilige Netze mit Elektrizität aus örtlichen Kraftwerken. Durch die Energiewende erlebt diese Urform der Stromgewinnung nun eine Renaissance, und zwar dank zahlreicher Photovoltaikanlagen, Wind räder und Blockheizkraftwerke.

Die Hewa unterstützt die neuen dezentralen Technologien. Ein Großteil ihres Stroms ist jetzt schon „grün“. Die Energiewende ist vernünftig. Sie schont fossile Ressourcen, trägt zum Klimaschutz bei und schafft den zukünftigen Generationen eine Basis für sichere, umweltschonende und bezahlbare Energieversorgung aus heimischen Quellen, ist Harald Kiesl sicher, dass er auf das richtige Pferd gesetzt hat.

Ein Quantensprung bei den Veränderungen ist eine Umstellung der Infrastruktur auf ein intelligentes Verteilungsnetz. Die Hewa zählt damit deutschlandweit zu den innovativsten Stadtwerken. Besonderes Lob zollt Kiesl seinen hoch motivierten rund 30 Kollegen: „Mit dieser Mannschaft sind die anstehenden Herausforderungen zu stemmen.“

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