Im Gewerbepark wird fleißig gebaut

Der Großlogistiker TNT kaufte weitere 15. 660 Quadratmeter, um mehr Stellflächen zu haben. Foto: Rüsing2012/05/gnfversammlung1_New_1337000402.jpg

FEUCHT – Im Gewerbepark Nürnberg-Feucht-Wendelstein (GNF) wird in diesem Jahr kräftig gebaut werden: Voraussichtlich zehn Bauvorhaben werden parallel laufen, wenn bereits ansässige Unternehmen ihren Standort erweitern und neue sich hier ansiedeln. Drei haben schon begonnen. Bei der Sitzung des Zweckverbandes im Wendelsteiner Rathaus informierte Geschäftsführer Norbert Eberhardt über die wichtigsten aktuellen Grundstücksverkäufe.

Das österreichische Unternehmen Hagleitner erwarb eine Fläche von 5700 Quadratmetern. Zu Beginn werden dort 20 bis 25 Mitarbeiter beschäftigt sein. Später sollen es 50 bis 80 werden, 80 Prozent davon allerdings im Außendienst. Baubeginn wird in Kürze sein. Hagleitner entwickelt, produziert und vertreibt Hygieneprodukte zum Beispiel für Sanitäranlagen und Gastronomie.

Daneben kaufte ein Großhandelsunternehmen aus der Sparte KfZ-Teile und Zubehör etwa 7300 Quadratmeter. Es möchte in der Öffentlichkeit aber noch nicht namentlich genannt werden, ließ Eberhardt wissen. Damit ist das letzte große Baufeld im zentralen Bereich des GNF mit insgesamt 13.000 Quadratmetern komplett veräußert.

Neu im Gewerbepark ansiedeln wird sich außerdem die DWS Group Print Media Sign. Sie ist im Bereich Digitaldruck und Werbetechnik tätig. Neben neun festen Mitarbeitern werden zehn bis 15 freie beschäftigt. Hinzu kommt jedes Jahr ein Auszubildender.

Zur Standortsicherung hat die Exitflex GmbH zusätzlich zirka 1400 Quadratmeter gekauft. Sie ist Marktführer in der Herstellung von Zubehör für die Oberflächentechnik mit hochwertigen thermoplastischen Schläuchen, Hartmetall-Farbspritzdüsen und Spritzpistolen. Exitflex GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der Exitflex Gruppe mit Stammsitz in der Schweiz und wurde 1996 in Nürnberg gegründet.

Sein Ankaufsrecht nahm der Logistiker TNT in Anspruch. Auf 15.660 Quadratmetern werden Stellflächen für logistische Zwecke entstehen.

Wittmann Robot System erwarb sein Grundstück am Kreisel bereits 2008. Wegen der wirtschaftlichen Probleme im Maschinenbau stellte das Unternehmen das Bauvorhaben aber zurück. In diesem Jahr wird nun Baubeginn sein.

Als weltweit agierender Hersteller bietet Wittmann ein komplettes Peripheriegeräteprogramm für die Kunststoffindustrie. Es umfasst Roboter und Automatisierungseinrichtungen, automatische Materialversorgung und Trocknung samt Recycling der Kunststoffe sowie Werkzeugtemperierung und -Kühlung.

Eberhardt berichtete, dass weitere konkrete Verkaufsverhandlungen laufen. Erfolgen dabei die zu erwartenden Abschlüsse, sind im GNF nur noch zwei Grundstücke frei. Andere noch nicht bebaute Flächen sind vertraglich bereits gebunden, so dass sich ansässige Unternehmen später bei Bedarf erweitern können. Die derzeit noch nicht verkauften Grundstücke haben ein Einnahmepotenzial von 10,6 Millionen Euro, so der Geschäftsführer.

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly freute sich über diese „Erfolgsgeschichte“ des Gewerbeparks. „Wir könnten die gleiche Gesamtfläche noch einmal vermarkten.“ Nach einer kleinen Krise vor ein paar Jahren herrsche jetzt wieder große Nachfrage.

Diese positive Bilanz spiegelt sich auch im Haushalt des Zweckverbands wider. Einstimmig verabschiedeten die Verbandsräte aus Nürnberg, Feucht und Wendelstein das vorliegende Zahlenwerk, obwohl schon jetzt feststeht, dass das Ergebnis aufgrund der letzten Grundstücksverkäufe besser ausfallen wird.

Für die nächsten Jahre einigte man sich auf einen Rücklagenbestand von fünf Millionen Euro. Die drei Mitgliedskommunen dürfen 2013 mit Ausschüttungen rechnen, wenn keine unvorhersehbaren Ausgaben erforderlich werden, kündigte Maly als derzeitiger Verbandsvorsitzender an. Vor allem die Stadt Nürnberg kann diese Finanzspritze angesichts ihrer angespannten Haushaltslage gut gebrauchen.

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