Spatenstich für Technologiefabrik der Bolta Werke

Ein neues Zuhause für kreative Köpfe

Spatenstich für die Technologiefabrik (v.l.): Bolta-Gebäudemanager Rainer Weihrich und -Geschäftsführer Christian Falk, Landrat Armin Kroder, Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel, Leinburgs Bürgermeister Joachim Lang, Architekt Stefan Lang von Weber und Lang aus Hersbruck, Jörg Maisel von Maisel Wohn- und Gewerbebau sowie Prokurist Norbert Galwion und Betriebsleiter Meik Gray (beide Bolta). | Foto: Braun2016/08/bolta-spatenstich-technologiefabrik.jpg

DIEPERSDORF — Die Bolta Werke wachsen weiter. Im Osten Diepersdorfs entstehen in den kommenden Monaten auf rund 10 000 Quadratmetern Fläche ein neues Bürogebäude und eine Technologiefabrik für insgesamt acht Millionen Euro.

Noch ist es ruhig an der Vogelherdstraße, doch schon am Montag rollen die Bagger an und beginnen mit dem Erdaushub. Danach wird das Fundament gegossen und ab Oktober soll die Fertigteilkonstruktion aufgestellt werden, erläutert Jörg Maisel von der gleichnamigen Baufirma beim Spatenstich in Diepersdorf. Geht alles gut, sollen die Gebäudehüllen und Bodenplatten bis Ende des Jahres stehen, dann kann über den Winter der Innenausbau erfolgen. Bis zum Frühjahr sollen die Gebäude, in denen rund 150 Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz finden, bezugsfertig sein.

Für Christian Falk ist es bereits der sechste Spatenstich in zehn Jahren als Bolta-Geschäftsführer. „Eine stolze Schlagzahl“, wie Landrat Armin Kroder anmerkt, „so darf es gerne weitergehen.“ Klar, dass der Landkreischef und Leinburgs Bürgermeister Joachim Lang sich über dieses klare Bekenntnis der Bolta Werke zum Standort Diepersdorf freuen. Schließlich bringt das Wachstum des Galvanik-Unternehmens nicht nur Steuereinnahmen, sondern schafft auch Arbeitsplätze und macht die Gemeinde und den Landkreis damit noch attraktiver. Deshalb seien die Verwaltungen und ihre Chefs auch immer bemüht, solche Vorhaben zu ermöglichen, wie beide betonen.

1200 Mitarbeiter in Diepersdorf

Von den 3000 Bolta-Mitarbeitern weltweit (zum Unternehmen gehören auch Werke in Mexiko, USA und bald in Ungarn), arbeiten immerhin 1200 in Diepersdorf – vor zehn Jahren waren es noch 500. Mit der steigenden Zahl der Mitarbeiter sank gleichzeitig der Altersdurchschnitt auf sagenhafte 35,4 Jahre. Da treibt sogar der junge Geschäftsführer mit seinen knapp 40 Jahren den Schnitt in die Höhe, wie Falk schmunzelnd kommentiert.

Die Altersstruktur passt zum Anspruch Boltas, ein modernes, dynamisches und innovatives Unternehmen zu sein. Um Ideen und Kreativität freien Lauf lassen zu können und unter anderem neue Oberflächenbeschichtungen zu entwickeln, werden die Kräfte der bisher auf verschiedene Büroräume verstreuten Mitarbeiter der Abteilung Forschung und Entwicklung nun in der neuen Technologiefabrik und dem dreistöckigen Bürogebäude gebündelt. Und das unter modernsten Arbeitsbedingungen, beispielsweise mit einer Sonnenterrasse und einer Kantine, die „Boltaria“, wie Architekt Stefan Lang von Weber und Lang aus Hersbruck erklärt. Auch an das hauseigene Blockheizkraftwerk werden die neuen Gebäude angeschlossen.

Lärmschutzmaßnahme geplant

Um die Belastung für die Anwohner möglichst erträglich zu gestalten, sollen weitere Lärmschutzmaßnahmen und Parkplätze zur Entlastung der Industriestraße geschaffen werden. Man sei immer im engen Dialog mit der Nachbarschaft gewesen und habe über die aktuellen Planungen informiert, betont Falk.

Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel spricht scherzhaft von „Bolta City“, das sich da am Diepersdorfer Ortsrand entwickelt habe, und lobt in seinem Grußwort die „mutig nach vorne gewandte Ausrichtung“ des Unternehmens.

Schwierige Bauplatzsuche

Dass die Bolta Werke in Diepersdorf gerne gesehen sind, betont auch Bürgermeister Joachim Lang. Man habe viele Hürden gemeinsam überwunden. Denn: „Es ist schwer, in Diepersdorf noch Bauland zu finden – sowohl für Gewerbe als auch für Privatleute.“ Doch die Gemeinde werde hier auch in Zukunft versuchen, ihre Hausaufgaben zu machen. Er freue sich jedenfalls, dass der einstige „Rohdiamant Bolta“ heute „schon ziemlich gut geschliffen ist und Diepersdorf treu bleibt“.

Für den guten und vor allem unfallfreien Verlauf der Arbeiten gibt es nur die besten Wünsche von allen Seiten – die fünf Bomben, die im Vorfeld in der Erde gefunden wurden, konnten schon einmal ohne Zwischenfälle geborgen werden. 

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