HERSBRUCK/NEUHAUS - Der Verkehr auf der derzeit gesperrten Bahnstrecke durch das obere Pegnitztal wird in zwei Stufen wieder aufgenommen werden. Das hat die Deutsche Bahn nun mitgeteilt.
Ab Anfang Mai sollen in einem ersten Schritt zunächst wieder Züge im Abschnitt Neuhaus-Pegnitz verkehren. „Für Reisende ergibt sich dadurch eine Erleichterung: Fahrgäste müssen auf diesem Teilstück nicht mehr auf den Ersatzverkehr mit Bussen umsteigen“, so eine Pressemitteilung der Bahn. Auf der gesamten Strecke zwischen Hersbruck rechts der Pegnitz und Pegnitz sollen die Züge nach Angaben des Konzerns „bis zum Ende der Sommerferien“ wieder fahren.
Die Bahn-Tochter DB Infra-GO hatte den Abschnitt zwischen Hersbruck und Pegnitz am 19. September vergangenen Jahres „aufgrund von Schäden an mehreren Pegnitzbrücken“ kurzfristig sperren müssen – was für einen Aufschrei im Nürnberger Land sorgte.
Spezialisierte Ingenieurbüros hatten die Brücken zuletzt auf ihren Zustand und ihre Statik untersucht. Dazu teilt die Bahn mit: „Aktuell und in den nächsten Wochen werden Bautrupps unter anderem die Fugen der Bauwerke erneuern und verpressen. Auch werden lose Mauerwerkssteine an den Brücken mit Nadeln und Ankern verstärkt, Risse im Mauerwerk verschlossen und verpresst, um die jeweilige Bausub-stanz zu stabilisieren. Zudem gilt es, mögliche Hohlstellen im Mauerwerk zu verfüllen, damit sich die Lasten gleichmäßig verteilen. Zusätzlich passen die Fachkräfte die angrenzenden Böschungen an.“
Sanierungsplan steht aus
Nach wie vor steht aber eine „grundlegende Erneuerung der Brücken“ an. Hierzu, etwa zu einem Zeitplan, äußert sich der Konzern nicht weiter. Nur so viel: Die DB Infra-GO sei damit beschäftigt, die nötigen Planfeststellungsanträge schrittweise beim Eisenbahnbundesamt einzureichen.
Politiker fordern, dass zeitgleich mit dem Neubau der Brücken auch die Elektrifizierung der Bahnstrecke umgesetzt wird. Doch zuletzt stellte sich heraus, dass es keine Priorisierung für den Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale gibt. Bei dem Projekt werde „gemauert“, so deshalb der Vorwurf der Grünen im Bundestag.
