NÜRNBERGER LAND - Es ist ein wichtiger Schritt für die Inklusion in Bayern: Der Landkreis Nürnberger Land wird ab dem Schuljahr 2026/2027 zur Inklusiven Region. Im Bewerbungsverfahren überzeugte der Landkreis durch ein beeindruckendes, über viele Jahre gewachsenes Netzwerk. Es ist darauf ausgerichtet, Inklusion in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nachhaltig zu verankern.
Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe, Kommunen sowie zahlreichen weiteren Partnern bildet dafür eine zentrale Grundlage. Besonders hervorzuheben ist die aktive Einbindung von Menschen mit Behinderung und deren Familien. Zudem setzt das Nürnberger Land einen Schwerpunkt auf die Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Schule. Ein Netzwerk aus Schulen, Beratungsstellen und Initiativen schafft barrierefreie Lernumgebungen. So erhält jedes Kind die passende Förderung.
Kultusministerin Anna Stolz beglückwünscht die neue Inklusive Region: „Im Nürnberger Land arbeiten viele Partner Hand in Hand, um Teilhabe von Anfang an zu ermöglichen und Barrieren abzubauen. Dieses Zusammenspiel aus Vernetzung, Beteiligung und gemeinsamer Verantwortung macht das Nürnberger Land zu einem überzeugenden Beispiel für gelebte Inklusion.“ Landrat Armin Kroder fügt hinzu: „Die Ernennung zur ‚Inklusiven Region‘ ist eine großartige Anerkennung für die leidenschaftliche Arbeit, die im Nürnberger Land seit Jahren von vielen Akteuren geleistet wird. Dafür danke ich allen Beteiligten ausdrücklich. Inklusion gelingt nur, wenn Schulen, Kommunen, die Jugendhilfe und die Familien an einem Strang ziehen. Sie ist kein Zustand, den man einmal erreicht, sondern eine Daueraufgabe, die wir im Nürnberger Land auch weiterhin als Gemeinschaft anpacken. Wir freuen uns darauf, ab dem Schuljahr 2026/2027 mit dieser Auszeichnung im Rücken noch mehr Brücken zu bauen."
Die Initiative „Inklusive Region“ wurde 2019 vom bayerischen Kultus- und dem Sozialministerium gestartet. Vorbild war die vier Jahre zuvor gegründete „Modellregion Inklusion“ in Kempten. Die Initiative setzt auf die Vernetzung und Kooperation schulischer und außerschulischer Akteure. Die Ziele sind individuelle und vertiefte Formen eines gemeinsamen Unterrichts sowie Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf. In Bayern tragen aktuell 14 Städte und Landkreise das Prädikat „Inklusive Region“.
