Agentur gibt Antworten

Warum ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis gestiegen?

Symbolbild Stellensuche | Foto: PZ-Archiv2020/06/Langzeitarbeitslose-Silke-3.jpg

NÜRNBERGER LAND –  Die Arbeitslosenquote im Nürnberger Land ist im August um 0,2 Prozentpunkte in die Höhe geklettert. Sie liegt nun bei 2,6 Prozent und damit auf Vorjahresniveau. Den Anstieg führt die Agentur für Arbeit auf zwei Ursachen zurück.

Die Agentur für Arbeit spricht einerseits von den „üblichen saisonalen Effekte“, andererseits seien die Zahlen gestiegen, weil Ukraine-Geflüchtete nun in der Statistik auftauchen. Für sie sind seit Anfang Juni die Jobcenter zuständig, nicht mehr die Ausländerbehörden. Die Ukrainer erhalten in der Regel Grundsicherung für Arbeitsuchende („Hartz IV“), nicht mehr Leistungen für Asylbewerber.

Zu den saisonalen Effekten sagt Torsten Brandes von der Geschäftsführung der Nürnberger Agentur : „Nicht alle Jugendliche werden nach der Ausbildung übernommen. Daher ist der Anstieg üblich. Für die allermeisten werden wir aufgrund der guten Arbeitsmarktsituation schnell einen passenden Arbeitsplatz finden.“ In der Region gebe es derzeit rund 2000 unbesetzte Ausbildungsplätze.

Über 2500 Menschen ohne Job

Im Landkreis Nürnberger Land waren im August 2519 arbeitslos gemeldet, das sind 213 oder 9,2 Prozent mehr als im Juli und neun oder 0,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. 1256 davon beziehen Arbeitslosengeld II („Hartz IV“).

Die Unterbeschäftigungsquote, die auch jene erfasst, die aktuell in Weiterbildungs- oder Eingliederungsmaßnahmen stecken, liegt bei 3,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote im Nachbarlandkreis Erlangen-Höchstadt beträgt 2,7 Prozent. Die Unterbeschäftigungsquote für ERH gibt die Agentur für Arbeit mit 3,2 Prozent an.

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