Polizei warnt

Vermeintliche Rückzahlung der Gasumlage als neue Betrugsmasche

Haben die Betrüger die Zugangsdaten zum Onlinebanking, können sie sich damit zum Beispiel eine digitale EC-Karte erstellen und damit einkaufen, oder Überweisungen tätigen. | Foto: NaMaKuKi/stock.adobe.com2022/11/AdobeStock_176672471-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Die Gasumlage schon jetzt zurückgezahlt bekommen – eine schöne Vorstellung, mit der aktuell Gauner im Nürnberger Land versuchen, schnelles Geld zu machen. Die Hersbrucker Polizei warnt vor dieser neuen Betrugsmasche beim Onlinenbanking.

In den vergangenen Tagen seien erneut mehrere Betrugsdelikte im Zusammenhang mit Onlinebanking zur Anzeige gebracht worden, so die Hersbrucker Polizei. Die Betrüger schicken ihren Opfern eine Nachricht – per SMS oder auf anderen Wegen – und stellen ihnen darin beispielsweise eine Rückerstattung der Gasumlage in Aussicht.

Wollen die Angeschriebenen ihre Gasumlage einfordern, werden sie auf eine gefälschte Internetseite ihres Bankinstituts weitergeleitet, wo sie sich anmelden sollen. So können die Gauner schließlich die Anmeldedaten samt Passwort abgreifen und sich anschließend eine digitale EC-Karte erstellen, mit der sie schließlich einkaufen können.

Um nicht auf solche Fake-Seiten hereinzufallen, empfiehlt die Polizei, nicht auf die Links in der Nachricht zu klicken, sondern die Seite der Bank immer entweder über die App zu öffnen, oder die Adresse in den Browser zu kopieren. /rh

Weitere Betrugsmasche mit der Rentenversicherung

Vor einer weiteren Betrugsmasche warnt außerdem die Deutsche Rentenversicherung. Ein täuschend echt wirkender Brief, ein unangekündigter Besuch oder ein überraschender Anruf: Getarnt als Mitarbeitende der Rentenversicherung versuchen Betrüger aktuell, an persönliche Daten, die Bankverbindung oder sogar das Geld von Versicherten und Rentnern zu kommen.

Eine typische Masche der Betrüger am Telefon: Die Aufforderung an Ruheständler, Geld auf ein fremdes Konto zu überweisen. Dabei soll es sich zum Beispiel um Gebühren für die Bearbeitung und Auszahlung von Rentennachzahlungen und vermeintlichen Sonderauslosungen handeln. Wer die Nachzahlung verweigert, dem werde mit Rentenpfändung, -kürzung oder anderen Nachteilen gedroht, heißt es.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund betont, dass ihre Mitarbeitenden oder von ihr beauftragte Personen in keinem Fall telefonisch dazu auffordern, Geld ins In- oder gar Ausland zu überweisen. Wer einen entsprechenden Anruf erhalten hat, kann sich an das kostenfreie Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung unter 0800 10 00 48 00 wenden. /dpa-mag

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren