Verhaltenstipps

Staatsforsten: Ungewöhnlich viele Wildschweine im Reichswald

Symbolfoto Wildschwein
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NÜRNBERGER LAND –  Im Reichswald sind aktuell besonders viele Wildschweine aktiv. Darauf weisen die Bayerischen Staatsforsten hin. Sie bitten „um einen besonnenen Umgang“ mit dem Schwarzwild.

Wer den Tieren begegnet, sollte ausreichend Abstand halten und sie keinesfalls bedrängen oder in die Enge treiben. Besondere Vorsicht ist den Staatsforsten zufolge geboten, wenn die Bachen Frischlinge – also Nachwuchs – bei sich haben. Hunde sollten in der Nähe von Schwarzwild ohnehin „stets unter Kontrolle gehalten und angeleint werden.“

Die deutlich erhöhte Schwarzwildpopulation führt der Nürnberger Forstbetrieb auf das „außergewöhnlich starke Mastjahr von Buche und Eiche im vergangenen Jahr“ zurück. Es gab also ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Wildschweine. Das habe die Bestände stark ansteigen lassen: „Wildschweine können günstige Umweltbedingungen deutlich schneller nutzen als andere heimische Schalenwildarten“, so Johannes Wurm, der Leiter des Forstbetriebs.

Die Trockenheit der vergangenen Monate trägt allerdings dazu bei, dass die Tiere momentan die Nähe zu Wohngebieten, Kleingartenanlagen und Randbereichen von Siedlungen suchen. Im Wald können sie nämlich nur schlecht äsen. „Besonders attraktiv sind Gärten, Grünanlagen und andere gepflegte Flächen, auf denen durch Bewässerung und Gartenpflege weiterhin günstige Nahrungsbedingungen herrschen“, so die Staatsforsten.

Sie wollen nun die Jagd im Reichswald intensivieren, um auf die hohen Bestände zu reagieren. Doch in der Nähe von Bebauung sei das „praktisch nicht möglich“.

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