2. Tag der Landwirtschaft

Schlepperwettstreit in Hersbruck

Die vielen Traktor-Oldtimer waren ein echter Hingucker. | Foto: R. Wacker2019/09/Oldtimerschlepper.jpeg

HERSBRUCK – Am womöglich letzten Hochsommertag des Jahres hat der zweite Tag der Landwirtschaft viele Besucher angelockt – nicht zuletzt wegen des „Höhepunkts“, dem Schleppergeschicklichkeitsfahren. Veranstaltet wurde der Tag am Plärrer vom Hersbrucker Automobilclub zusammen mit der hiesigen Baywa Repräsentanz.

Die Teilnehmer beim Geschicklichheitsfahren hatten acht Minuten Zeit, um mit einem Fendt 313 Vario geschickt und mit möglichst wenig Fehlerpunkten einen Hindernisparcours abzufahren. Die Aufgaben dabei unter anderem: Rückwärts rangieren, Schüttelrampen und Slalompylonen über- oder umfahren und dabei immer schön darauf achten, dass die „Milchkanne“ auf dem angehängten Wagen (mit Fahne) nicht umfällt. Dafür hätte es sonst Extrastrafpunkte gegeben.

Achtbar geschlagen

Die Schlepperfahrer sind ja zu Hause mit ihrem Traktor vertraut, so schlugen sie sich alle recht achtbar, auch Bäuerinnen absolvierten den Kurs mit Bravour. Ohne Wertung, aber mit viel Begeisterung und Können lenkte in einer Turnierpause die bayerische Milchprinzessin Miriam Weiß im Dirndl den PS-starken Vario über den Hindernisparcours – barfuß, um genauer schalten zu können.

Auf dem Asphaltplatz hinter dem Plärrer bot der AC Hersbruck auf dem Verkehrsübungsplatz für die Kleinen ein lustiges Tretbulldogfahren an, die großen drehten ihre Runden im Motorkart. Mutige Erwachsene konnten sich in einen ADAC Überschlagssimulator setzen, eine völlig gefahrlose Übung.

Oben im Himmel grüßten die Segelflieger der Luftsportgemeinschaft Hersbruck, unten boten die regionalen Landtechnikhändler ihre Traktoren und landwirtschaftlichen Anbaugeräte zur Ansicht an. Klar, dass die meterhohen Fahrzeuge auch für kleine Steppkes wie den vierjährigen Samuel, den dreijährigen Lio oder die sechs Jahre alte Rebecca interessant waren.

Gut besucht waren auch die Verzehr- und Verkaufsstände der regionalen Anbieter. Gegrilltes vom „Alten Schloss“ aus Kleedorf, hausgemachte Kuchen und Küchla von den Landfrauen, Honigwein vom Imker, Brezen- und Mehrkornbrote, Kartoffeln und Zwetschgen vom heimischen Erzeuger ließ sich das Publikum gerne schmecken und honorierte die angebotenen Produkte mit einem Einkauf – natürlich verpackt in der Papiertüte.

Feines aus der Region

Regional genießen, vorzugsweise die heimischen Bauern und Erzeuger unterstützen – das war auch der Tenor der Festredner im Zelt, angefangen von BBV-Bezirkspräsident Günther Felßner über Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg bis zu Landrat Armin Kroder.


Musikalisch wurde das Publikum zu Kaffee und Kuchen virtuos verwöhnt. Mit „dbs“ – ausgeschrieben: des Brassd scho –, einem jungen, lustigen, siebenköpfigen Brass Ensemble, das zum Beispiel den Helene Fischer Ohrwurm „Atemlos“, den Klassiker „Stand by me“ oder den Austria-Hit „Fürstenfeld“ bezaubernd neu interpretierte.

Die Siegerehrung der geschicktesten Schlepperfahrer beendete den ereignisreichen Tag. Dritter wurde Tobias Loos aus Großviehberg. Knapp davor schob sich der Wüllersdorfer Christian Schmidt. Den Siegerkranz hängte Sponsor und Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank, Swen Heckel, Konrad Schmidt aus Plech um. Die drei Bestplatzierten dürfen Ende September an der bayerischen Meisterschaft teilnehmen.

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