HERSBRUCK - Nach Erteilung der Baugenehmigung durch das Landratsamt Nürnberger Land am 27. März haben die vorbereitenden Maßnahmen für die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Krankenhauses Hersbruck begonnen.
Derzeit laufen laut Mitteilung von Eigentümer terraplan die Entrümpelung des Gebäudes, die Entkernung, der Rückbau nicht tragender Bauteile sowie die vorbereitende Schadstoffsanierung. Damit werde das Gebäude auf die anschließende Sanierungsphase vorbereitet.
Grundlage für die Arbeiten bilden Bestandsanalysen und Fachgutachten. In den vergangenen Monaten seien Boden-, Schadstoff- und Schallschutzgutachten sowie Untersuchungen zu Baum-, Arten- und Naturschutz durchgeführt worden, erklärt terraplan.
Schadstoffe entdeckt
Im Zuge der Untersuchungen seien dabei verschiedene Schadstoffe in einzelnen Bauteilen des Gebäudes nachgewiesen worden. Dazu zählen unter anderem künstliche Mineralfasern in älteren Dämmstoffen, asbesthaltige Baustoffe wie Putze, Kleber, Brandschutztüren und Rauchschutzklappen, schwermetallhaltige Anstriche mit Blei- und Zinkbestandteilen sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Sämtliche belasteten Materialien werden nun fachgerecht zurückgebaut und entsprechend den geltenden Umwelt- und Sicherheitsvorschriften entsorgt, so terraplan.
„Die Entkernung und Schadstoffsanierung sind wichtige Voraussetzungen, um den Gebäudebestand fachgerecht für die anschließende Sanierung vorzubereiten. Dabei legen wir besonderen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz und die sorgfältige Ausführung der Arbeiten“, erklärt Wilhelm Mehling, Technischer Leiter bei terraplan.
Vorbereitungen für Wohnungsverkauf
Parallel zu den Arbeiten auf der Baustelle werde die Ausführungsplanung weiter vorangetrieben. Darüber hinaus laufen laut terraplan auch bereits die Vorbereitungen für den späteren Wohnungsverkauf.
Mit der Revitalisierung des ehemaligen Krankenhauses entstehen in den kommenden Jahren insgesamt 94 Wohnungen. Der Fokus liegt dabei auf dem Erhalt möglichst großer Teile der bestehenden Bausubstanz und der behutsamen Weiterentwicklung des Gebäudeensembles.
