Aktionstag

Hersbrucker Hirtenmuseum wird zur Spinnstube

Zu den Spinnerinnen können sich die Museumsbesucher gerne dazugesellen.
Zu den Spinnerinnen können sich die Museumsbesucher gerne dazugesellen. | Foto: Ingrid Pflaum2026/05/Zu_den_Spinnerinnen_koennen_sich_die_Museumsbesuche.jpg

HERSBRUCK – Am 7. Juni wird das Hersbrucker Museum lebendig – dank Aktionstag und besonderem Thema.

Um Licht zu sparen, hatten sich früher die jungen Frauen im Winter in den Licht- oder Spinnstuben getroffen und gemeinsam mit Handarbeiten wie spinnen, weben oder sticken ihre Aussteuertruhe gefüllt. Gesellig ist es trotzdem zugegangen, wenn die jungen Männer zur Unterhaltung musizierten. Um die Aussteuer geht es heute zwar nicht mehr, aber das gesellige miteinander Handarbeiten gefällt wieder.

So finden sich im Hirtenmuseum zwar nicht am Abend, dafür aber jeden ersten Sonntag im Monat Frauen ein, um mit der Handspindel und am Spinnrad aus gewaschener Rohwolle Garn zu spinnen. Die „Spinnerinnen“ treffen sich von 11 bis 16 Uhr, diesmal am Samstag, 7. Juni. Die Besucher des Museums können sich gerne mit dazu gesellen, Wissenswertes über die Woll-/Fadenherstellung erfahren und auch so manche Anekdote aus der Geschichte hören, schreibt das Hirtenmuseum.

Aktion „1 qm Lein“

Passend zur Spinnstube wird auch die Aktion „1 qm Lein“ präsentiert: Alle Arbeitsschritte von der Aussaat des Leins über die Ernte bis hin zum Gewinnen und Verarbeiten der Fasern werden schrittweise auf der Internetseite https://1qmlein.de/ vorgeführt. Hier im Museum werden diese Arbeitsschritte im Laufe des Jahres eine halbe Stunde vor der öffentlichen Hausführung am gleichen Tag um 15 Uhr gezeigt. Man sollte sich den Handwerkermarkt am 27. September vormerken.

Info: Die öffentliche Führung mit dem Thema „Aussaat von Lein“ kostet sechs Euro, inklusive Eintritt, ermäßigt drei Euro.

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