Im Winter gehen Kälte, trockene Luft und Nährstoffmangel sprichwörtlich „unter die Haut“ – und belasten auch unsere Haare. Mützen, Schals oder trockene Heizungsluft bringen das natürliche Gleichgewicht der Haare durcheinander. Hier ein paar alltagstaugliche Tipps aus der Redaktion:
Mütze und fettiges Haar: Was dahintersteckt
Durch das Tragen von Mützen entsteht Reibung auf der Kopfhaut, was die Talgproduktion anregen kann. Die Folge: schnell fettendes Haar. Gerade im Winter ist es daher wichtig, auf feuchtigkeitsspendende und zugleich pflegende Produkte zu setzen, um Haar und Kopfhaut im Gleichgewicht zu halten.
Pflegetipps:
- Wasche deine Haare am besten morgens, da die Talgproduktion über Nacht am höchsten ist.
- Nach jeder Haarwäsche eine Spülung oder eine Zwei-Phasen-Sprühkur verwenden – aber nur in den Längen und nicht am Ansatz. Sonst werden die Haare schwer und bekommen kein Volumen mehr.
- Bei längerem Haar: Besser mit einem grobzinkigen Kamm oder einer schonenden Bürste arbeiten und nicht an den Haaren „reißen“.
- Mützen oft waschen, da sich hier Schweiß, Hautpartikel und Rückstände von Haarpflegemitteln sammeln.
Wollschal und Spliss: Unschöner Nebeneffekt
Wollschals, Pullover und hohe Krägen strapazieren im Winter besonders die Haarspitzen, wodurch sie schneller austrocknen und Spliss entstehen kann. Regelmäßiges Schneiden der Spitzen schützt die Haarstruktur, beugt Schäden vor und sorgt dafür, dass das Haar langfristig gesund ist und gut aussieht. Was viele nicht wissen: Mit Pflegeprodukten kann man seine Haare nur schützen. Bereits gebrochene Haare lassen sich nicht mehr reparieren – hier hilft dann nur noch ein Schnitt.
Pflegetipps:
- Haare unter Schal und Mantel zusammenbinden (Zopf/Flechtfrisur), um Reibung an den Spitzen zu reduzieren. Aber nicht zu straff, da die Haarfaser dadurch zusätzlich belastet wird.
- Statt kratziger Schals und rauer Wollmützen lieber glatte Materialien und Mützen mit weichem Innenfutter, etwa aus Seide oder Satin, tragen.
- Haarpflegeprodukte mit Arganöl sind ein echter Tipp vom Frisurenprofi. Bei feinem Haar sparsam dosieren.
Heizungsluft und trockenes Haar: So schützt du dein Haar
Wenn draußen eisige Luft und drinnen trockene Heizungsluft herrschen, verliert das Haar schnell an Feuchtigkeit – es wirkt stumpf, strohig und lädt sich leichter elektrisch auf. Jetzt braucht es eine auf den Haartyp abgestimmte Pflege mit viel Feuchtigkeit – am besten mit persönlicher Empfehlung vom Friseur.
Pflegetipps:
- Haare nach dem Waschen sanft ausdrücken statt rubbeln.
- Heiße Föhnluft oder Glätteisen möglichst vermeiden oder mit Hitzeschutz verwenden.

Genau hingeschaut: Was braucht mein Haar wirklich?
Im Winter juckt plötzlich die Kopfhaut, der Ansatz fettet schneller oder die Längen fühlen sich trocken an. Mit „fettigem“ oder „trockenem Haar“ ist das oft nur halb beschrieben, denn Kopfhaut, Ansatz und Längen können gleichzeitig unterschiedliche Bedürfnisse haben: oben vielleicht eine gezielte Reinigung, in den Längen Feuchtigkeit oder Aufbau.
Friseur Roland Eckstein schaut deshalb mit der Kopfhautkamera Kérastase Kera-Care-Scan genauer hin. Als Kera-Care-Coach beurteilt er anhand der Aufnahmen den Zustand von Kopfhaut und Haar und stimmt die Pflege individuell darauf ab.
Haarstruktur und Bedürfnisse ändern sich mit der Zeit, deshalb lohnt sich der Check regelmäßig. „Viel hilft viel“ stimmt bei der Haarpflege nämlich selten. Gut versorgt ist das Haar, wenn es genau das bekommt, was es im Moment braucht.

Roland Eckstein
Friseurmeister und Kera Care Coach
Saarstraße 5
91207 Lauf
Tel. 09123 – 56 14
www.friseur-lauf.de
