Bauernfunktionär akzeptiert Strafbefehl

90 Tagessätze Geldstrafe für Felßner

Günther Felßner (rechts, mit seiner Anwältin) vor dem Amtsgericht Hersbruck.2018/10/Felssner-Gericht-BBV-Strafbefehl-Foto-Krieger-e1538397971716.jpg

HERSBRUCK/GÜNTHERSBÜHL — Günther Felßner, der Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbands, hat vor dem Amtsgericht Hersbruck einen Strafbefehl über 90 Tagessätze wegen Boden- und Gewässerverunreinigung akzeptiert. Der Landwirt aus Günthersbühl ließ sich auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein, nachdem er im April einen Strafbefehl über 150 Tagessätze abgelehnt hatte. Mit dem Urteil ist er nicht vorbestraft, seine Ämter beim Bauernverband und in der Politik will er behalten.

Seit 2016 hatte die Staatsanwaltschaft gegen Felßner ermittelt, nachdem eine anonyme Anzeige gegen den Landwirt wegen des Verdachts des unerlaubten Ausbringens von Gülle in ein Wasserschutzgebiet vorlag. Dieser Vorwurf hatte sich rasch als nicht zutreffend herausgestellt.

Der Vorwurf der Einleitung von Silagesickersäften in ein Nachbargrundstück bestätigte sich allerdings. Felßners Hof in Günthersbühl grenzt an ein Wasserschutzgebiet. Felßner ist CSU-Kreisrat im Landkreis Nürnberger Land und Stadtrat in Lauf.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Textes war von einem Vergleich die Rede. Diesen gibt es aber nur im Zivil-, und nicht im Strafrecht. In diesem Fall kam es zu einer Verständigung.

 

N-Land Isabel Krieger
Isabel Krieger