Wie Schulen morgen lernen helfen

Fachtreffen in Lauf: Moderne Lernräume im Fokus

Breite Allianz für Lernräume der Zukunft: Landrat Armin Kroder, Ben Schwarz (Landrat Landkreis Roth), Robert Ilg (Bürgermeister Hersbruck), Martin Tabor (Bürgermeister Altdorf).
Breite Allianz für Lernräume der Zukunft: Landrat Armin Kroder, Ben Schwarz (Landrat Landkreis Roth), Robert Ilg (Bürgermeister Hersbruck), Martin Tabor (Bürgermeister Altdorf). | Foto: Schoplocher/LRA2026/03/b9d2ad521e116833916534bcb60550e86e83f87e_max1024x.jpg

NÜRNBERGER LAND/LAUF – Wie müssen Schulen künftig gestaltet sein, um zeitgemäße Lern- und Bildungsprozesse zu unterstützen? Mit dieser Frage befasst sich der Fachausschuss „Moderne Lernräume“ des Bündnisses für Bildung.

Das Gremium entwickelt Empfehlungen für die Politik und erarbeitet einen praxisnahen Leitfaden für Schulträger, Schulaufsichten und Schulleitungen – mit dem Ziel, Rahmenbedingungen für kompetenzorientiertes Lernen nachhaltig zu verbessern. Der Ausschuss mit rund 50 Teilnehmenden aus Kommunen, Institutionen und Unternehmen traf sich in der Bertleinschule in Lauf. Nach vierjähriger Sanierung stehen dort seit Herbst 2023 moderne, flexibel nutzbare Lernräume zur Verfügung. Am zweiten Veranstaltungstag besuchte die Gruppe das Innovationsklassenzimmer an der Mittelschule in Schnaittach.

„Kinder haben das Beste verdient“

In Workshops wurden drei zentrale Themenfelder bearbeitet: technisch wirksame Gestaltung von Lernräumen (etwa durch Akustik, Licht und digitale Ausstattung), eine zeitgemäße Raumstruktur mit unterschiedlichen Zonen für konzentriertes und kooperatives Arbeiten sowie die räumliche Umsetzung pädagogischer Konzepte. Einigkeit bestand darüber, dass Räume die pädagogischen Anforderungen unterstützen müssen.

Schulamtsleiter Joachim Schnabel fasste dies mit den Worten zusammen: „Der Raum ist der dritte Pädagoge. Die Kinder haben das Beste verdient.“ Der Rother Landrat Ben Schwarz, der als Vertreter der Sachaufwandsträger mitwirkt, unterstrich die Bedeutung der Bildung als zentrale Ressource und betonte die Chance, auf übergeordneter Ebene aktiv mitzugestalten. Landrat Armin Kroder hob in diesem Zusammenhang hervor, die erarbeiteten Ideen und Empfehlungen im Nürnberger Land aufmerksam begleiten und weiterverfolgen zu wollen: „Hier sind Menschen am Werk, die genau wissen, wovon sie sprechen.“ Dass Fachleute aus der Praxis ihre Expertise einbringen, sei ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft.

Thematisiert wurden zudem die steigenden Anforderungen im Schulalltag. Unterschiedliche Leistungsniveaus in den Klassen stellen hohe Ansprüche an Pädagogik und Raumkonzepte. Kroder und Schwarz brachten einen weiteren herausfordernden Faktor ein: Noch nie seien Klassen so bunt gemischt gewesen wie heute: „In mancher 1b oder 2c sind mehr Nationalitäten vertreten als in einem börsennotierten deutschen Konzern.“ Auch darauf müsse bei künftigen Planungen Rücksicht genommen werden. Kroder bekräftigte abschließend: „Wir bauen und gestalten Schulen nicht für uns, sondern für unsere gemeinsame gute Zukunft.“

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