NÜRNBERGER LAND – Zur Vorstellung des ersten Berichts der Finanzkommission Gesundheit äußert sich Evelyn Schötz, Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Gesundheitsausschuss, in einer Pressemitteilung kritisch.
Schötz kritisiert vor allem die Pläne, das Krankengeld zu kürzen und die Bezugsdauer härter zu begrenzen. Die Kommission empfiehlt, den Krankengeld-Zahlbetrag von 70 auf 65 Prozent des Bruttogehalts beziehungsweise von 90 auf 85 Prozent des Nettogehalts abzusenken. Außerdem soll die Bezugsdauer auf maximal 78 Wochen begrenzt werden – unabhängig von der Erkrankung, die die Arbeitsunfähigkeit verursacht.
Ebenso kritisch sieht Schötz die geplanten höheren Zuzahlungen zu Medikamenten. Die Kommission schlägt eine realwertige Erhöhung um 50 Prozent vor: Der Mindestbetrag soll von 5 auf 7,50 Euro steigen, der Höchstbetrag von 10 auf 15 Euro.
„Wer Medikamente oder Hilfsmittel braucht beziehungsweise regelmäßig Leistungen in Anspruch nehmen muss, soll künftig schlicht mehr selbst bezahlen. Für Menschen mit wenig Geld ist das keine Kleinigkeit, sondern eine echte Belastung.“
Eine Versicherung für alle
Die Linken-Politikerin Evelyn Schötz kündigt an, den Bericht im Gesundheitsausschuss intensiv zu thematisieren. „Wir brauchen eine Krankenversicherung, in die wirklich alle einzahlen – Angestellte, Beamte, Gutverdiener und Privatversicherte. Solange das nicht passiert, werden immer wieder die Falschen zur Kasse gebeten.“
