Bis 2029

Dorferneuerung in Entenberg hat begonnen

Auch der zweite Bürgermeister der Gemeinde Leinburg, Christian Palm (2.v.r), machte sich vor Ort ein Bild.
Auch der zweite Bürgermeister der Gemeinde Leinburg, Christian Palm (2.v.r), machte sich vor Ort ein Bild. | Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken2026/04/Entenberg-Dorferneuerung-Ortsbegehung-scaled.jpg

ENTENBERG – Mit dem offiziellen Start der umfassenden Dorferneuerung im Leinburger Ortsteil Entenberg sind die ersten Baumaschinen angerückt.

Den Auftakt bildet die Straße „Am Stallanger“ – ein Abschnitt, der Planern und Baufirmen aufgrund seiner extremen Enge und der komplexen Technik im Untergrund alles abverlangt. In enger Partnerschaft mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken verfolgt die Gemeinde das Ziel, das Ortsbild langfristig aufzuwerten und fit für die Zukunft zu machen.

Bevor die Dorferneuerung an der Oberfläche Gestalt annimmt, investiert die Gemeinde zuerst in die unsichtbare Infrastruktur. Seit Mitte März laufen die Vorarbeiten dafür auf Hochtouren, die Arbeiter erneuern den bestehenden Mischwasserkanal von Grund auf.

Ein Kernpunkt dieser Maßnahmen betrifft den Hochwasserschutz: Damit der Ortsteil Starkregenereignissen künftig besser trotzen kann, wird der Durchflussquerschnitt des Haidelbachs vergrößert. Statt der alten Verrohrung leiten künftig Glasfaser-Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von 800 Millimetern das Wasser ab – teilweise tiefer im Boden verlegt als bisher.

Straßenbau beginnt Anfang Juli

Sobald Kanal- und Gewässerarbeiten fertiggestellt sind, soll voraussichtlich ab Anfang Juli das sichtbare Finale steigen: der Straßenbau. Die vom ALE Mittelfranken geförderte Maßnahme soll den öffentlichen Raum trotz der beengten Verhältnisse – die Baufeldbreite schrumpft teilweise auf viereinhalb Meter – spürbar aufwerten.

Die Straße erhält eine durchgängige Asphaltfahrbahn von dreieinhalb Metern Breite. Ein Linienpflaster grenzt die Verkehrsfläche optisch von den privaten Zufahrten ab. Wo immer es der Platz erlaubt, entsiegelt die Gemeinde Randbereiche, um Raum für neues Grün zu schaffen. Bei einem Vor-Ort-Termin machte sich der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft ein Bild vom Baufortschritt. „Wir sind alle sehr froh, dass die Maßnahmen jetzt gestartet sind“, stellte Vorstandsvorsitzender Thomas Himml vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken fest.

Geduldsprobe für Anwohner

Für die Anwohner bedeuten die Arbeiten zunächst allerdings eine Geduldsprobe. Da der schmale Straßenraum keinen Platz für schwere Geräte neben dem fließenden Verkehr bietet, muss die Straße während der gesamten Bauzeit zumeist voll gesperrt bleiben. Damit die Anlieger ihre Grundstücke dennoch erreichen, dient ein eigens aufgeschotterter Feldweg als temporäre Umleitung.

Mit dem geplanten Abschluss „Am Stallanger“ in diesem soll ein erster Meilenstein gesetzt werden. In den kommenden Jahren werden weitere Etappen folgen, darunter die Umgestaltung des Dorfplatzes sowie der Ausbau der Buchenbergstraße. Voraussichtlich im Jahr 2029 soll die Dorferneuerung dann auf die Zielgerade abbiegen.

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