LAUF/RÖTHENBACH – Reifezeugnis statt Klassenarbeit: 107 Schülerinnen und Schüler der Oskar-Sembach-Realschule Lauf haben in der Karl-Diehl-Halle ihre Abschlusszeugnisse in Empfang genommen – bei einer Absolventenquote von über 97 Prozent.
Zu Beginn der Feierlichkeiten übermittelte der dritte Stellvertreter des Landrats, Markus Gleißenberg, seine Gratulation an die Absolventinnen sowie Absolventen und dankte auch den Familien, Freunden und Lehrkräften, welche die Jugendlichen zu ihrem neuen Lebensabschnitt zuverlässig begleitet haben. Er betonte: Schule vermittle auch wichtige grundlegende Werte, um den fortan eingeschlagenen Weg mutig, zuversichtlich und neugierig bestreiten zu können.
Auch der erste Bürgermeister der Stadt Lauf, Thomas Lang, beglückwünschte die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. Die OSR-Tür schließe sich nun zwar erst einmal, sagte er, dahinter warteten aber viele neue Chancen – zu ergreifen mit Selbstbewusstsein und Demut. Die Tür in die Heimat aber stehe allen jederzeit offen.
„Wir haben es geschafft!“
Dietmar Hügen, Vorsitzender von Elternbeirat und Förderverein, würdigte die Leistung der Schülerinnen und Schüler und wandte sich als ebenfalls „Betroffener“ mit einem Augenzwinkern an die Eltern im Saal: „Wir haben es geschafft!“ Nach der Schule, mahnte er, beginne mitten im Leben – die Eltern sollten künftig auch loslassen können, ihren Kindern aber weiter als „verlässlicher Wegbegleiter“ zur Seite stehen.
„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“ Mit diesem Gandhi-Zitat eröffnete Realschuldirektor Günter Heid seine Rede: Der Abschluss sei kein Endpunkt, sondern das Fundament für den weiteren Lebensweg. Er blickte zurück auf über 1200 Realschultage – geprägt von Herausforderungen, aber auch vielen freudigen Momenten – und dankte allen aus Familie, Freundeskreis und Kollegium, die dazu beigetragen hatten.
Besonders hob er die Absolventenquote von über 97 Prozent hervor, auf die man stolz sein könne. Wachsen an Herausforderungen, die eigene Neugier bewahren, auch mal Umwege in Kauf nehmen: Das gab Heid den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg. Und ein Zitat von Albert Schweitzer: „Das einzig Wichtige im Leben […] sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“
Zum Abschluss blickten die beiden Absolventinnen Marika Grothe und Alisa Kerber, welche gleichzeitig auch Schülersprecherin war, in einer rührenden Rede auf zehn Jahre Schulleben zurück, welche schwierig zusammenzufassen seien. Sie hoben dabei vor allem die kleinen gemeinsamen Momente im Alltag hervor, die es zu etwas Unvergesslichem gemacht hätten. Der Dank galt vor allem den Eltern und Lehrkräften, die Rückschläge aufgefangen oder Geduld sowie Unterstützung geboten hätten.
Schulbeste geehrt
Als Jahrgangs- bzw. Klassenbeste wurden zudem besonders geehrt und ausgezeichnet: Nele Salomo mit einem perfekten Schnitt (1,00), Jasmin Sabbagh (1,17), Lukas Bräuer (1,36) sowie Jonatan Sperber (1,42) und Amélie Hollitzer (1,45).
Umrahmt wurde der abwechslungsreiche Abend von der wohlüberlegten und unterhaltsamen Musikgestaltung der Musiklehrkräfte Christina Lindner und Michael Sikora sowie musikbegeisterter Schülerinnen und Schüler aus der 9. und 10. Klasse.
