KIRCHRÖTTENBACH/GÖSSWEINSTEIN – Mit über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Samstag sowie mehr als 90 Wallfahrern am Sonntag war sie erneut die größte Wallfahrt im gesamten Seelsorgebereich Pegnitztal: Am vergangenen Wochenende haben sich Gläubige wieder auf den Weg nach Gößweinstein gemacht.
Schon früh am Samstagmorgen – um 5 Uhr – starteten Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer aus vielen Ortschaften wie Bullach, Herpersdorf, Großbellhofen, Freiröttenbach, Lauf und sogar aus Frankfurt am Main gemeinsam in Richtung Gößweinstein zur Heiligen Dreifaltigkeit. Bei angenehmen Temperaturen um die 20 Grad herrschte beste Stimmung entlang der Strecke, wie es von der Pfarrei Kirchröttenbach heißt.
Besonders erfreulich sei auch in diesem Jahr wieder der ausgeglichene Mix aller Altersgruppen gewesen. „Die Wallfahrt lebt von der Gemeinschaft, von den Gesprächen unterwegs, vom gemeinsamen Beten, Zuhören und Innehalten. Dieser gute Mix spiegelt sich auch Jahr für Jahr in den Teilnehmerzahlen wieder“, betont Wallfahrtsleiterin Julia Herbst, die die Wallfahrt seit 2018 organisiert.
Mit Musik unterwegs
Das Wallfahrtsbild wurde in diesem Jahr von den Ortschaften Germersberg und Laipersdorf getragen. Für die Begleitung sorgte traditionsgemäß die Wallfahrtsmusikkapelle St. Walburga.
Nach der Ankunft in Gößweinstein standen am Samstagnachmittag der Kreuzweg sowie am Abend das feierliche Wallfahrtsamt auf dem Programm, samt Ehrung langjähriger Teilnehmer. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein gemütliches Beisammensein mit der Musikgruppe „Die lustige Truppe“, bei dem viele Pilger den Tag gemeinsam ausklingen ließen.
Am Sonntagmorgen brachen die Wallfahrer um 8.30 Uhr wieder in Richtung Heimat auf. Gegen 16.30 Uhr erreichte die Gruppe Kirchröttenbach, wo zahlreiche Angehörige, Freunde und Gemeindemitglieder die Pilger an der Pfarrkirche St. Walburga empfingen.
Abschied von der Vorbeterin
In diesem Jahr wurde abschließend die langjährige, ehemalige Wallfahrtsleitein und Vorbeterin Margit Dürler – geboren und aufgewachsen in Untersdorf bei Schnaittach – verabschiedet. Sie war dieses Jahr das letzte Mal als Fahrerin des Begleitbusses im Einsatz. Dürler wurde mit vielen Rosen verabschiedet, die ihr die einzelnen Wallfahrer übergaben, während die Kapelle ihr Lieblingswallfahrtslied „O mein Christ, lass Gott nur walten“ spielte. Es gab Tränen und Umarmungen.
Julia Herbst nannte sie in der Verabschiedung liebevoll „Mama Wallfahrt“ und danke ihr für ihren langjährigen Einsatz. Sie übergibt ihr Amt nun an Alwin Weiher, der zukünftig die Wallfahrer mit den Bus begleiten wird. Fazit der Pfarrei: „Die positive Stimmung, die große Beteiligung, das gute Miteinander und die Herzlichkeit machten die diesjährige Wallfahrt wieder zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.“
Info: Der Termin für das nächste Jahr steht bereits: Die Wallfahrt findet am Wochenende vor Christi Himmelfahrt, am 1. und 2. Mai 2027, statt.
