Auftakt der Volleyballerinnen

Zwei Niederlagen, die Mut machen

Auf sie ist Verlass: Sabrina Mayer (rechts) bleibt auch in der Bezirksklasse Dreh- und Angelpunkt im Spiel der TV-Volleyballerinnen – die beiden Niederlagen zum Saisonauftakt konnte aber auch sie nicht verhindern. | Foto: Porta2016/10/7494371.jpeg

HERSBRUCK – Der Saisonstart in die Bezirksklasse Nord ist den Volleyballerinnen des TV Hersbruck misslungen zumindest, was die Ergebnisse betrifft. In punkto Leistung wollte Trainer Hans Tuchscherer seinen personell arg dezimierten Mädels aber trotz der beiden klaren 0:3-Niederlagen gegen den TV Altdorf II und den SC Egloffstein keinen Vorwurf machen.

Ohne seine Mittelspielerinnen Karin Brunner, Eva-Maria Bundil und Cindy Regner sowie Sabine Kuberna, die beim Heimspieltag in der Dreifachturnhalle allesamt berufs- oder verletzungsbedingt passen mussten, sei er mit der Vorstellung seiner Mannschaft „zufrieden“ gewesen, sagte Tuchscherer. Schließlich waren lediglich sieben Damen aufgelaufen, keine davon „über 1,70 Meter groß“, wie Elke Reuschel launig bemerkte, und nur drei durften auf ihrer angestammten Position aufs Parkett. In Bestbesetzung, daraus machte der Coach kein Hehl, wäre sein Urteil wohl anders ausgefallen.

Satzbeginn verschlafen

Das galt (noch) nicht für das Auftaktmatch. Gegen den ambitionierten Mitaufsteiger TV Altdorf II gerieten seine Damen in allen drei Sätzen früh ins Hintertreffen und lagen jeweils schnell 1:6 zurück, vor allem, weil sie in der Annahme mit den Flatteraufgaben der Gäste überhaupt nicht zurecht kamen. Angeführt von der Bayernliga-erfahrenen Sabrina Mayer und von der routinierten Stellerin Birgit Schubert immer wieder mit guten Zuspielen „gefüttert“, besannen sich die Gastgeberinnen aber jedes Mal wieder auf ihre Stärken und hielten in der Folge gut mit.

Vor allem im zweiten Satz brachte Hersbruck die ausschließlich mit Spielerinnen der U 16 bis U 20 besetzte zweite Garnitur des Drittligisten mächtig ins Schwitzen und verkürzte zwischenzeitlich auf 15:16. Nach einer Auszeit ihres nun sichtlich angespannten Trainers Wojtek Nawrat allerdings übernahmen die variabel spielenden Altdorferinnen wieder das Kommando und fuhren am Ende einen ungefährdeten 25:15, 25:18 und 25:15-Erfolg ein. „Eine sehr starke Mannschaft, die völlig zu Recht gewonnen hat“, zollte denn auch Hans Tuchscherer den Gegnerinnen, die auch Egloffstein 3:0 bezwangen und damit die Tabellenführung übernahmen, den ihnen zustehenden Respekt.

Im zweiten Spiel des Nachmittags, der alles in allem unglücklichen 0:3-Niederlage (18:25, 23:25 und 25:27) gegen Egloffstein, haderte er dann aber doch mit den vielen Ausfällen – es wäre gegen den keinesfalls besseren Vorjahrsfünften sicher mehr drin gewesen.

So münzten im ersten Durchgang vor allem Sabrina Mayer wie gewohnt das „Herzstück“ des Tuchscherer-Teams und Christine Kanstein mit starken Angaben einen schnellen 0:4-Rückstand in eine 9:6-Führung um. Dann aber riss der Faden, und der TV geriet zwischen dem 13:16 und dem 14:24 entscheidend in Rückstand.

Im zweiten Satz punktete zunächst Svenja Schramm von der ungewohnten Mitteposition, und die Hersbruckerinnen lagen bis zum 22:17 ständig deutlich vorne. Plötzlich aber flatterten ihnen die Nerven, und Egloffstein brachte den Durchgang noch glücklich mit 23:25 nach Hause. „Da waren wir nah dran, haben aber einige kleine Fehler gemacht“, resümierte Tuchscherer. Und das werde in der Bezirksklasse eben meist schnell bestraft.

Die Hersbruckerinnen aber gaben sich nicht auf, lieferten Egloffstein auch im nächsten Satz einen leidenschaftlichen Kampf und hatten beim 24:23 sogar Satzball. Doch nun machte sich wohl auch der Kräfteverschleiß bemerkbar, und der TV musste auch diesen Durchgang mit 25:27 abgeben.

Zuversichtlicher Coach

Die gute Vorstellung gerade in den letzten beiden Sätzen macht Hans Tuchscherer Mut, mit seinen Mädels die Bezirksklasse halten zu können auch wenn das in den vergangenen Jahren keinem Aufsteiger gelungen ist. „Auch wenn es schwer wird: Wir haben eine ganz gute Chance, in der Liga zu bleiben“, sagte er. Zumal er ab dem nächsten Spieltag am 12. November in Marloffstein auch wieder auf seine Mittelspielerinnen setzen kann.

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