Kreisligist stellt neuen Trainer vor

Zettner soll Schnaittacher Abstieg verhindern

Der Vereinsvorsitzende Herbert Ziegler (links) und der Fußballabteilungsleiter Helmuth Eichler (rechts) setzen ihre Hoffnungen nun auf Uwe Zettner, der den FC Schnaittach vor dem Abstieg in die Kreisklasse bewahren soll. | Foto: Privat2019/10/FC-Schnaittach-online-Uwe-Zettner-neuer-Trainer-Vorsitzender-Herbert-Ziegler-Abteilungsleiter-Helmuth-Eichler.jpg

Schnaittach — Rund vier Wochen nach dem Abschied von Anto Jukic hat der kriselnde Kreisligist 1. FC Schnaittach einen neuen Trainer vorgestellt. Uwe Zettner übernimmt das Schlusslicht der Kreisliga 2, das mit einem Punkt aus acht Spielen katastrophal in die Saison gestartet ist.

Bereits am gestrigen Dienstag leitete der 63-Jährige das Training der ersten Herrenmannschaft. Der Vorsitzende Herbert Ziegler und Fußballabteilungsleiter Helmuth Eichler stellten ihn zuvor der Mannschaft vor.

Mehrjährige Pause

Zettner hatte jahrelang Jugendmannschaften des FSV Erlangen-Bruck trainiert und ist Inhaber der B-Lizenz. Bis vor viereinhalb Jahren trainierte er die zweite Mannschaft des SV Schwaig in der Kreisklasse. Danach legte er eine Pause ein.

Nun soll er als Feuerwehrmann fungieren und die junge Mannschaft des FC Schnaittach vor dem Abstieg retten. Sein Vertrag läuft zunächst bis Saisonende.

Es gab mehrere Interessenten

Bereits beim ersten Spiel nach Jukics Abgang, der Heimniederlage gegen den ASV Pegnitz, war Zettner als Zuschauer auf der Sandplatte. Ziegler sagt im Gespräch mit der PZ, es habe mehrere Interessenten gegeben, die Entscheidung habe er nicht überstürzen wollen. „Ich habe intensive Gespräche mit Zettner geführt.“

Für den Schwaiger spricht, dass er aus der Region kommt und als Trainer der A-Jugend des FSV Erlangen-Bruck gut mit jungen Spielern gearbeitet hat, so Ziegler. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft und wollen diesen Weg weitergehen.“

Der 63-jährige Zettner hatte eigentlich gar nicht mehr vor, noch einmal als Trainer zu arbeiten, wie er der PZ gestern sagte. Doch der FC Schnaittach habe sich intensiv um ihn bemüht und so konnte er nicht Nein sagen.

Zu wenige Tore, zu viele Gegentore

Der neue Übungsleiter muss die Mannschaft nun erst einmal wieder aufrichten, sagte Herbert Ziegler. Mit einem Punkt und 11:26 Toren in acht Spielen ist der Kreisligist in die Saison gestartet, es drückt also offensiv und defensiv der Schuh. Mehr als drei Gegentore pro Partie im Schnitt hat sonst nur der Vorletzte, der FC Reichenschwand.

„Es sieht nicht rosig aus“, weiß Zettner, „die nächsten drei Begegnungen sind absolut richtungsweisend für uns, wir müssen jetzt liefern“. Bereits am morgigen Donnerstag tritt der FC Schnaittach beim SV Gößweinstein an. Es folgen die Spiele daheim gegen Pottenstein und in Kühlenfels. „Das sind Teams aus dem unteren Tabellenbereich, da müssen wir punkten“, fordert Zettner.

„Müssen offensiver auftreten“

Viel Zeit, auf die Mannschaft einzuwirken, hatte er freilich noch nicht. Aber er gibt bereits die Richtung vor: „Wir müssen offensiver auftreten!“ Grundsätzlich will er in jedes Spiel mit der Einstellung gehen, dass ein Sieg gelingen kann, auch gegen die Top-Teams der Liga.

Ziegler hofft, dass Zettner möglichst bald wieder Stabilität in die Mannschaft bringen kann. Auch in Sachen Disziplin gibt es Luft nach oben, zuletzt kassierte der FC Schnaittach zu viele Platzverweise. „Ich denke, dass er die richtige Ansprache hat“, sagt der Vorsitzende.

Neuzugänge in der Winterpause denkbar

Zettner findet es richtig, dass der FC Schnaittach auf die eigene Jugend setzt. „Es sind viele talentierte, lernwillige Spieler da“, sagt er. Über Verstärkungen in der Winterpause werde man dennoch nachdenken. „Was machbar ist, machen wir.“

Anto Jukic, der in der Vorsaison in einer ähnlich schwierigen Lage geholt wurde und letztlich souverän den Klassenerhalt schaffte, hatte Anfang September nach fünf Pleiten zum Saisonstart hingeschmissen. Interimsweise hatten sich Spieler um den Trainingsbetrieb und das Coaching während der Partien gekümmert.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer